Saisonstart am 15. April im Bergwerk · Behle bleibt Vereinschef

Der Lockruf des Goldes

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Korbach-Goldhausen - Korbachs „Goldgräber“ sind präpariert für den Saisonstart: Am 15. April öffnet das Besucherbergwerk in Goldhausen. "Neue Attraktionen ?locken zur größten ?historischen Goldlagerstätte Deutschlands.

Führungen zum Sonderpreis, Goldwaschen, Mineralienausstellung und viele Informationen rund um das edle Erz erwar-ten Besucher zur Saisoneröffnung. Los geht‘s am Sonntag, 15. April, um 11 Uhr am Eisenberg in Goldhausen. Vorm Eingang zum Unteren-Tiefen-Tal-Stollen macht Pfarrer i. R. Walter Hellwig den Auftakt mit einer Bergwerksandacht. Musikalisch begleitet der Gemischte Chor Eisenberg. Ab 11.30 Uhr können Besucher bei Führungen das einzigartige Goldbergwerk entdecken.

Die vergünstigten Führungen zum Saisonauftakt dauern 30 Minuten und kosten vier Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder bis 14 Jahre. Helme, Jacken und Geleucht stehen für alle Besucher bereit. Im Zechenhaus am Dorfgemeinschaftshaus öffnet der Verein „Historischer Goldbergbau“ ebenfalls die Pforte. Die Ausstellung gibt Einblick in rund 800 Jahre Bergbaugeschichte am Eisenberg. Auch für Essen und Trinken ist gesorgt. Mehr Erlebnis im Stollen Stolz ist der Verein vor allem auf eine neue Attraktion im Besucherstollen: Erstmals steht ein Seitengang von rund 200 Metern für Gäste offen.

Mit viel Eigenleistung und ehrenamtlicher Hilfe hat der Verein den „Querschlag“ mitten im Besucherbergwerk gesichert und hergerichtet. Informationstafeln geben ?Hinweise zur harten Arbeitswelt unter Tage. Exemplarisch ist auch ein modernerer Arbeitsplatz dort inszeniert, der den Kontrast zeigt zum mittelalter-lichen Bergbau, der in Gold-hausen im 15. Jahrhundert eine erste Blüte erlebte. Blühend ist auch das Vereinsleben in Goldhausen. Seinen zehnten Geburtstag feiert der Verein im laufenden Jahr, wie Vorsitzender Wolfgang Behle zuletzt beim Jahrestreffen resümierte.

42 Mitglieder zählte der Verein bei der Gründung, aktuell sind es 113. Weitere Mitglieder sind jederzeit willkommen. Vor zehn Jahren gegründet Die erste vollständige Saison erlebte das Besucherbergwerk 2004. Seither haben über ?15?000 Gäste die goldene Unterwelt am Eisenberg erkundet. Dabei ist das Publikum international aus aller Herren Länder. Rustikal mit Helm und Stiefeln geht es hinein in Korbachs Hausberg. Auf eine Art „Dis-ney-World“ haben die „Goldgräber“ am Eisenberg bewusst verzichtet: Besucher sollen das mittelalterliche Industriedenkmal authentisch entdecken. Zum Erlebnis tragen kräftige Investitionen seit 2002 bei.

Durch Beiträge, viele Spenden, Unterstützung von Land und insbesondere der Stadt Korbach hat der Verein immer mehr zu bieten für Besucher. Weitere ?Vitrinen, ein Monitor für Schaubilder, Erneuerung der Bergmannsausrüstung sind aktuell geplant, erklärt Schatzmeister Karl-Helmut Tepel. Viel Lob hatte Bürgermeister Klaus Friedrich bei der Jahreshauptversammlung für den Verein parat. Der Besucherstollen sei ein touristisches Glanzlicht für die Kreisstadt. Eine großzügige Spende überreichte beim Jahrestreffen die Altstadtbäckerei Tent. Als Spezialität bot die Bäckerei im vergangenen Jahr Christstollen aus dem Bergwerk an.

Personelle Veränderungen gibt es im Vorstand des Vereins. Claus Günther (früher Stadtmarketing) ist von Korbach beruflich an den Edersee gewechselt, aus gesundheitlichen Gründen stand Dieter ?Stede nach vielen Jahren engagierter Arbeit bei der Neuwahl nicht zur Verfügung. Chef des Vereins bleibt Wolfgang Behle. Neuer stellvertretender Vorsitzender ist Walter Hellwig, Schriftführer und Geschäftsführer des Vereins wurde Günthers Nachfolger Dr. Marc Müllenhoff, neuer Tourismusexperte der Stadt.

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