Flechtdorf

Löschfahrzeug stürzt bei Brandeinsatz auf Abfalldeponie Böschung hinab

- Diemelsee-Flechtdorf (nv). Ein Ort, zwei Unglücksstellen: Das galt am Dienstagmorgen für das Gelände der Abfalldeponie Flechtdorf. Um 5.48 Uhr war die Brandmeldeanlage in einer Lagerhalle für Sperr- und Restmüll angesprungen. Rund 80 Einsatzkräfte aus fünf Feuerwehren rückten zum Löschen des Müllberges unter Atemschutz aus. Auf dem Weg zum Einsatz kam ein Großtanker der Korbacher Wehr aus bislang ungeklärter Ursache von der Straße ab und stürzte eine Böschung hinab. Beide Insassen wurden leicht verletzt, Sachschaden über 100 000 Euro.

Dichter, beißender Rauch vernebelt den Nachthimmel. Atemschutzgeräteträger warten an den beiden Toren der Lagerhalle für Rest- und Sperrmüll – nach ersten Ermittlungen soll sich dieser selbst entzündet haben – auf ihren Einsatz. Der Müll in der Halle der Entsorgung Waldeck-Frankenberg – in der EGW arbeiten die Entsorger Stratmann (Brilon) und Fehr (Lohfelden) zusammen – stellt die Feuerwehrleute aus Adorf, Benkhausen, Flechtdorf, Wirmighausen und Korbach gleich vor mehrere Herausforderungen: Die Wasserversorgung ist schwierig, der Einsatz aufgrund des Rauchs und der möglichen Schadstoffbelastung nur unter Atemschutz möglich. Zugleich gilt es, den Deponiebetrieb möglichst schnell wieder zu ermöglichen. Andererseits muss der Müllhaufen abgefahren und -gelöscht werden, damit jedes Glutnest beseitigt wird.

Glück im Unglück haben Fahrer und Beifaher des verünglückten Korbacher TLF. Der 22- und 34-Jährige können sich selbst aus dem Fahrzeug, das rund 5000 Liter Wasser geladen hat, befreien. Bäume und Büsche hatten einen Überschlag verhindert. Beide Feuerwehrleute kommen mit Schock und leichten Verletzungen ins Krankenhaus, werden aber wenig später entlassen.

Ein aus Warburg angeforderter Spezialkran hebt das Fahrzeug gegen neun Uhr aus der Böschung. Ohne dem Gutachter vorgreifen zu wollen, rechnet Korbachs Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt mit Totalschaden. Damit beläuft sich der Sachschaden am Fahrzeug auf mehr als 100000 Euro.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Zeitungsausgabe vom 27. Oktober 2010.

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