Sonntag Eröffnung von Ausstellung zu „Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer“

Lummerland direkt entdecken

+

Korbach - Erneut widmet das Wolfgang-Bonhage-Museum sich der Kinder- und Jugendliteratur. Vom 1. Dezember bis zum 4. Mai wird allerlei wissenswertes und unterhaltsames zu Michael Ende und seinem Jim Knopf gezeigt.

„Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ sei die eigene große Liebe unter seinen Büchern, erklärte Michael Ende über sein erstes Werk. Die Geschichte vom Findelkind, das zusammen mit Lukas und seiner Lokomotive Emma viele Abenteuer erlebt, zählt zu den populärsten Werken der deutschen Kinderliteratur. Das Wolfgang-Bonhage Museum widmete schon dem „Struwwelpeter“, Astrid Lindgren und Janosch Ausstellungen. Museumsleiter Dr. Wilhelm Völcker-Janssen übernahm also gerne Teile einer Ausstellung des Museums im lauenburgischen Geesthacht, das sich 2010 zu 50. Jahrestag des Erscheinens des ersten „Jim Knopf“-Bandes mit Michael Ende und seinem Werk beschäftigt hatte. Spielerisch entdecken Dazu gehört ein Spieltisch, der die verschiedenen Charaktere aus den beiden Büchern vorstellt und zum ausprobieren und anfassen einlädt: Ob der funktionierende Magnetfelsen, die Darstellung des Scheinriesens oder die begehbare Unterwelt unter dem Tisch, Jim Knopfs Abenteuer können interaktiv erlebt werden. Auch die von der Twister Freilichtbühne geliehene Lokomotive Emma, das Marionettentheater mit Puppen von Jim, Lukas und Prinzessin Li Si und die Magnettafel mit dem etwas eingeschränkten Alphabet der „Wilden 13“ sorgen für Unterhaltung. Die Besucher sollen zudem im Laufe der Ausstellung einen Holzaufsteller des Drachens „Frau Mahlzahn“ durch goldene Aufkleber wie im Buch in einem „goldenen Drachen der Weisheit“ verwandeln. Utensilien wie Michael Endes Brille und Pfeifen, seine Antworten auf Leserbriefe und seine Preise sollen den Besuchern den Autor näherbringen, während fremdsprachige Ausgaben von hebräisch bis chinesisch den weltweiten Erfolg des Buches zeigen. An den Wänden des Ausstellungsraums finden sich Originalillustrationen von Franz-Josef Tripp, die sein Sohn zur Verfügung gestellt hat. Jan Peter Tripp wird am 1. April zu Gast sein. Und neben einem Filmraum, in dem die beliebte Fassung der Augsburger Puppenkiste gezeigt wird, gibt es natürlich eine Leseecke. Inspiration und Deutung Auch die wahrscheinliche Inspiration durch den nach England entführten Feuerländer Jemmy Button und die These, „Jim Knopf“ sei eine Abrechnung mit dem Nationalsozialismus, werden vorgestellt. „Letzteres halte ich für etwas weit hergeholt“, erklärt Wilhelm Völcker-Janssen, „aber das Buch ist eine Utopie, in der jeder seinen Platz findet und Freundschaft und Toleranz Erfolg haben“. Selbst die Bösen im Buch würden letztlich gut, stimmt Britta Hein, eine der neun Führerinnen durch die Ausstellung, zu.Für den Rest des Jahres wird die Ausstellung dienstags bis sonntags von 11 bis 16.30 Uhr zu sehen sein, im nächstem Jahr ab 12 Uhr. Für Schulklassen und Gruppen können auch zu anderen Zeiten Führungen vereinbart werden. Im Preis von 30 Euro sind Bastelutensilien enthalten. Für 35 Euro bietet das Museum auch zweistündige Kindergeburtstage an. Am 6. und 7. Januar sowie am 14. und 15. April können Kinder von acht bis zwölf Jahren für 20 Euro zudem an Lesenächten teilnehmen, um zu spielen, basteln und natürlich zu schmöckern.

Kommentare