Korbach

Mäuse in der Korbacher Großküche

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- Korbach (jk). Kontrolleure haben in der Küche der Beschäftigungsgesellschaft Mäusekot entdeckt. Die Großküche beliefert Schulen, Kindergärten und die Kantine im Kreishaus. Ein Bußgeldverfahren läuft.

Die Sache ist wahrlich unappetitlich: Die Lebensmittelüberwachung des Landkreises inspizierte Ende Mai die Küche der Beschäftigungsgesellschaft (BWF) in der ehemaligen belgischen Kaserne in Korbach – und stieß auf Mäuseküttel. Umgehend wurde der Kammerjäger aktiv, die Spuren sind beseitigt, die Hygiene wieder hergestellt, erklärt BWF-Geschäftsführer Volker Heß auf WLZ-FZ-Nachfrage.

Zur Vorbeugung war der beauftragte Schädlingsbekämpfer gestern noch mal an Ort und Stelle: „Wir haben bis in Kleinste alle Maßnahmen ergriffen“, fügt Heß an. Dennoch droht ihm ein Bußgeld, das Verfahren läuft. Denn als Geschäftsführer trägt Heß die Verantwortung. „Das war Mäusekot, und der gehört dort einfach nicht hin“, bestätigt Bettina Elsner. Sie ist Fachdienstleiterin der Kreisbehörde für Lebensmittelüberwachung, Tierschutz und Veterinärwesen (Frankenberg).

Offenbar stießen die Kontrolleure beim unangemeldeten Besuch vor allem im Lager auf Mäusekot – hinter Regalen und Verpackungen. Das Lager grenzt direkt an die Küche, sagt Heß. Das Übungsrestaurant „Isabell“ sei nicht betroffen gewesen, erklärt Bettina Elsner. Allerdings geht es just um die Küche, aus der das Essen für zahlreiche Kindergärten, Schulen und die Kreishauskantine geliefert wird. So habe zwar keine direkte Gefahr bestanden, sagt Elsner: „Es war nicht massiv.“ Aber auch potenzielle Risiken müssen ausgeschlossen werden. Denn durch Mäusekot können Krankheiten übertragen werden.

Beanstandungen durch die Lebensmittelkontrolle sind nicht selten – ob Imbissbuden, Restaurants oder Großküchen. Im ganzen Kreisgebiet ist die Behörde regelmäßig unterwegs. In den meisten Fällen lassen sich die Mängel schnell beheben. Gerade Großküchen sind derweil angehalten, die Hygiene im eigenen Haus permanent zu überwachen – „Monitoring“ heißt das im Fachgebrauch. So fehlte es in der Küche der Beschäftigungsgesellschaft in den vergangenen Monaten offenbar an der nötigen Sorgfalt. „Ich habe mich natürlich maßlos geärgert“, betont Heß.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 11. Juni.

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