Korbach

Der Mann mit der Rente

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- Korbach (jk). Lieber Namensgeber für „Riester-Rente“ als für „Hartz IV“, heißt die lockere Devise des früheren Bundesarbeitsministers Walter Riester. Einblicke und Ausblicke gab Riester als Referent bei der Waldecker Bank.

. „Altersvorsorge einmal anders“, so titelte die Waldecker Bank ein Kundenforum, das am Dienstagabend über 500 Gäste in die Stadthalle zog. Und selbst der Erfinder der „Riester-Rente“ zeigte sich erstaunt über so viel Zulauf. Rente, Kapitaldeckung, Alterspyramide, Zulage, Sozialhilfegesetzbuch – das klingt nach trockener Materie und vielen Zahlen. Unterhaltsam machte den Abend indes nicht nur das Comedy-Duo „Wolf & Bleuel“, sondern auch der frühere Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD).

Der ehemalige Gewerkschafter war bis 1998 zweiter Vorsitzender der mächtigen IG Metall. Dann holte ihn der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder in sein Kabinett. Dabei legte er Schröder seine Pläne vor für eine neue Säule der Altersvorsorge, plauderte Riester in der Stadthalle ein wenig aus dem Nähkästchen. „Toll“, meinte Schröder auf den ersten Blick. „Das wird teuer“, auf den zweiten. Doch Riester schilderte dem Kanzler viele Vorteile einer zusätzlichen, privaten Rentenversicherung, die der Staat durch Zuschläge dauerhaft unterstützt.

Anfangs liefen die Spar-Verträge für eine staatlich geförderte Zusatzrente noch schleppend. Bis 2005 gab es vier Millionen „Riester-Verträge“ in Deutschland. Seither ist das „Riestern“ geradezu sprunghaft angestiegen, wie der Minister a.D. unterstrich: aktuell rund 14,5 Millionen Verträge. Rund ein Drittel der „Riester-Sparer“ hätten ein verfügbares Einkommen von maximal 10 000 Euro, weitere 20 Prozent von höchstens 20 000 Euro, schilderte der Ex-Minister. Damit habe diese Säule der Altersvorsorge gerade sozialpolitisch eine bedeutende Funktion.

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