Drei-Seen-Tour zum zweiten Mal Teil des Deutschland-Cups

Marathon mit dem Rad von See zu See

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Nach der Begrüßung durch Stadtrat Reinhold Sude starteten die Radfahrer ihren Marathon.

Korbach - 330 Fahrer radelten am Wochenende durch das Waldecker Land: Damit entpuppte sich das Angebot des Radfahrervereins Korbach 1896 zur größten Straßen-Radveranstaltung Nordhessens.

215 gut trainierte Sportler starteten Samstag zum Internationalen Drei-Seen-Rad-Marathon. Der Radfahrerverein Korbach 1896 (RV) richtete ihn bereits zum 18. Mal aus, zum zweiten Mal zählte er zu den 16 Veranstaltungen im jährlichen Radmarathon-Cup Deutschland des Bunds Deutscher Radfahrer. Aus diesem Anlass hatten sich Radsportbegeisterte aus dem ganzen Bundesgebiet, den Niederlanden und sogar Australien in der Kreisstadt eingefunden.

Start und Ziel waren die Beruflichen Schulen, wo RV-Vorsitzender Otto Brocke und Stadtrat Reinhold Sude, selbst seit frühester Jugend begeisterter Freizeitradsportler, die Radfahrer begrüßten. Viele von ihnen hatten bereits die Nacht in Wohnmobilen oder den Beruflichen Schulen verbracht, um rechtzeitig am Start zu sein: Die Radfahrer begaben sich um 7.30 Uhr auf eine anspruchsvolle, landschaftlich reizvolle Tour durch das Waldecker Land, entlang an Twiste-, Eder- und Diemelsee.

Mit 204 Kilometern und insgesamt 2656 Höhenmetern war die Strecke auch für gut Trainierte ein echter „Wadenbeißer“. Der Weg war gut ausgeschildert und führte an fünf Kontrollstellen vorbei, an denen die Biker Verpflegung erhielten. Auch für Erste Hilfe und die Reparatur kleiner technischer Defekte standen Helfer bereit.

Der Renntag blieb im Großen und Ganzen trocken, so dass die ersten Marathonfahrer bereits um 13.07 Uhr strahlend an der Zielgerade eintrafen. Gegen 18.20 hatten schließlich alle Radfahrer die Strecke bewältigt. Die Teilnehmer waren voll des Lobes ob der rührigen Helfer und der lückenlosen Organisation. Jörg Ludewig, prominenter Teilnehmer des diesjährigen Marathons, erklärte, die Veranstaltung sei für ihn „die geilste Radtourenfahrt des Jahres“ gewesen: „Tolle Strecke, tolle Leute, tolle Verpflegung.“

Einen Radmarathon schließt jeder erfolgreich ab, der am Ziel ankommt, eine Zeitnahme erfolgt in Deutschland grundsätzlich nicht. Wer innerhalb eines Jahres sechs Marathonfahrten absolviert, erhält von seinem Verein ein besonderes Trikot - ein unter Insidern äußerst begehrtes Attribut.

Am Samstag und Sonntag bestand außerdem die Möglichkeit, an Rad-Touren-Fahrten mit Streckenlängen von jeweils knapp 40, 70 oder 110 Kilometern teilzunehmen. Wie beim Rad-Marathon konnte sich auch bei diesen Veranstaltungen jeder anmelden, der für die jeweilige Strecke entsprechend trainiert war. Mit 115 Radsportlern an zwei Tagen waren auch diese Fahrten gut besucht. Mit insgesamt 330 Teilnehmern richtete der RV 1896 damit die größte nordhessische Straßen-Radsportveranstaltung des Jahres aus. (rw)

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