Willingen

Markt der beruflichen Möglichkeiten

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- Willingen (resa). Astronaut, Rennfahrer oder Tierärztin: Zukunftsträume von Kinder sind vielseitig. Dass es auch in Willingen und Diemelsee Berufe gibt, für die sich der Einsatz lohnt, zeigten am Donnerstag die Aussteller der Berufsmesse.

War er mal werden will? Das weiß Chris Pohlmann ganz genau. „Mechatroniker für Land- und Baumaschinentechnik“, erklärt der Uplandschüler. Weil Schulkamerad Kay Riedl aber noch wesentlich unentschlossener ist, wenn es um die Zukunft geht, haben sich die beiden gemeinsam auf den Weg zum „Markt der Möglichkeiten“ im Willinger Besucherzentrum gemacht. 31 Betriebe und Schulen stellen sich hier vor. Die beiden Jungs schlendern geduldig an den Ständen vorbei. „Ich würde gerne irgendwas Kaufmännisches machen“, sagt Kay Riedl. Und weil er eben ein Upländer ist, denkt er dabei auch gleich an die Gastronomie. „Das ist sicher ein interessanter Beruf“, sagt Chris Pohlmann.Und so verabreden gleich beide Uplandschüler mit den Mitarbeitern des Sauerlandsterns ein Praktikum.

Ebenso wie viele andere gastronomische Betriebe stellt das Willinger Hotel sich auf der Messe vor. Die Branche leidet unter Fachkräftemangel, auch anderen Unternehmen fehlen gut ausgebildete Mitarbeiter. Und deswegen kommt ihnen die Messe, die die Gemeinden Diemelsee und Willingen organisieren, sehr gelegen. Gleich am Morgen haben sich die Schüler der Mittelpunktschule in Adorf und dann der Willinger Uplandschule auf der Messe umgesehen, am Nachmittag öffnen die Türen dann für alle interessierten Schüler und Eltern. Finanzinstitute sind ebenso vertreten, wie Continental, Weidemann, viele handwerkliche Betriebe, Krankenkassen, Logistikunternehmen, Elektrobetriebe und Hotels – vornehmlich aus Willingen und Diemelsee.

Auch Josef Liese vom Altenpflegezentrum in Willingen stellt mit seinem Team die Arbeit der Einrichtung vor. Unterstützung bekommen sie von der Fachschule für Altenpflege. „Heute waren wohl rund 200 Schüler auf der Messe unterwegs“, erklärt Ulrike Schläger von der Fachschule. Etwa zehn von ihnen hätten sich ernsthaft für den Beruf des Altenpflegers interessiert, nach Voraussetzungen und Möglichkeiten gefragt. „Darüber freuen wir uns“, sagt sie. Denn auch in der Altenpflege gebe es Fachkräftemangel. Auch Herbert Hellwig, Rektor der Uplandschule, ist zufrieden mit der Resonanz. „Die Schüler haben sich in aller Ernsthaftigkeit hier umgesehen“, resümiert er.

Und was halten die Schüler von einer Ausbildung im heimischen Willingen? „Ich kann mir das schon vorstellen“, sagt Kay Riedl. Denn eines sei ihnen an diesem Tag deutlich geworden: „Auch bei uns gibt es ganz schöne viele Möglichkeiten, einen Beruf zu finden, der Spaß macht“.

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