Continental: Neue Maschine für die Produktion von Zweiradreifen

Maßarbeit im dritten Stock

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Conti-Beschäftigte nehmen weitere Bauteile der Gewebeschneideanlage auf einer stählernen Plattform entgegen. Der Einbau der neuen Maschine hat im Korbacher Werk bereits begonnen.

Korbach - Der Reifenhersteller investiert in eine neue Maschine für die Produktion von Fahrrad- und Motorradreifen. Das tonnenschwere Gerät kam am Dienstag mit einem Drahtseilakt in die Fabrik.

Für solche Dimensionen reicht auch der beste Schwerlastaufzug nicht aus. Rund 30 Tonnen wiegt der Maschinenteil, den ein Hubkran in den dritten Stock des Werks hievte. Werksschlosser, Transport-Experten von Conti und die Kranführer aus Wetter arbeiteten perfekt zusammen, damit der mächtige Brummer sanft und unbeschädigt an der richtigen Stelle landete.

Das Conti-Team um Christoph Bindseil (Industrial Engineering/Technik) spielte dabei die ganze Erfahrung am Standort Korbach aus. Um das Herzstück der mächtigen Anlage in die Fabrik zu befördern, musste Conti eigens ein Fenster und einen Teil des Mauerwerks entfernen. Kleinere Bauteile folgen am Donnerstag über den Fahrstuhl, erklärte Bindseil.

Das Schauspiel gestern dauerte von morgens 6 bis mittags 12 Uhr und lief reibungslos. Gleich danach begann der Einbau der neuen Maschine in der Fabrik. Anfang August soll sie dann für die Produktion zur Verfügung stehen.

Technisch geht es um eine Anlage zum Gewebeschneiden für Zweiradreifen. Lieferant ist die Spezialfirma Fischer aus Burgkunstadt. Stolze 1,2 Millionen Euro kostet die Maschine, die damit die größte technische Einzelinvestition für das Zweiradreifenwerk in Korbach ist.

In dieser erfolgreichen Abteilung fertigt Conti unterschiedlichste Dimensionen für den internationalen Markt. Dabei verfügt der Standort Korbach über das einzige Fahrradreifenwerk in ganz Deutschland.

Die Top-Produkte für den Profisport, etwa die Tour de France, werden in Korbach sogar von Hand genäht. (jk)

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