Sondersitzung: Stadtverordnete beschließen Podest und neue Treppe

Mehr Flair fürs „Loch“

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Die Planungen sehen eine ellipsenförmige Terrasse am Eiscafé im „Loch“ vor.Zeichnung: Architekten Kleine + Potthoff

Korbach - Die Pläne für die Neugestaltung des „Lochs“ sind besiegelt: Eine ellipsenförmige Terrasse am Eiscafé und eine neue Treppe am Stoffgeschäft sollen für mehr Flair in der Tiefebene sorgen.

Nach leichten „Abstimmungsschwierigkeiten“ hatten die Stadtverordneten gestern Abend in einer Sondersitzung den endgültigen Plan zur Umgestaltung beschlossen. Im Blickpunkt stand vor allem das geplante Podest am Eiscafé: Die leicht ellipsenförmige, gut 50 Quadratmeter große Terrasse soll künftig den Höhenunterschied zwischen dem Einstieg in den Berndorfer-Tor-Platz vom Parkplatz her zur etwa 1,25 Meter tiefer liegenden Unterführung unter der Arolser Landstraße ausgleichen.

Die Stadtverordneten hatten die Wahl zwischen vier Varianten mit unterschiedlichen Größen und Zuschnitten. Damit sich die Parlamentarier ein Bild machen konnten, hatte Bauamtsleiter Stefan Bublak vor der Sitzung bei einem Ortstermin am Berndorfer-Tor-Platz die unterschiedlichen Ausführungen mit verschiedenfarbigen Seilen abgesteckt.

Die Abstimmung anschließend im Rathaus sorgte zunächst für Verwirrung: Parlamentschefin Lieselotte Hiller hatte zuerst über alle vier Varianten einzeln abstimmen lassen - mit dem Ergebnis, dass keine eine Mehrheit bekam. Erst der zweite Anlauf brachte den Erfolg, nachdem Heike Kramer (Grüne) ein neues Abstimmungsverfahren vorgeschlagen hatte: Mit 24 Ja-Stimmen, vier Gegenstimmen und vier Enthaltungen sprach sich die Stadtverordnetenversammlung grundsätzlich dafür aus, ein Podest im „Loch“ zu bauen. Schließlich erhielt die in Bezug auf die Größe mittlere Variante die Mehrheit. 18 Stadtverordnete stimmten dafür.

Nur eine Gegenstimme gab es für den Plan, die wuchtige und ohnehin marode Betontreppe zur Arolser Landstraße hoch abzureißen und durch eine filigranere, einläufige Treppe mit offenen Stufen zu ersetzen. Die Treppe soll im oberen Teil in das angrenzenden Stoffgeschäft eingelassen werden. Andreas Ruppert (CDU) hatte zuvor gefragt, ob es auch möglich sei, die Treppe komplett wegzulassen. Die Treppe sei unverzichtbar, erklärte Architekt Hartmut Potthoff. Sie verbinde Nordwall und Arolser Landstraße. Die angrenzenden Geschäfte hätten großes Interesse an ihrem Bestand.

Geplant ist, die Abbruch- und Rohbauarbeiten für das Podest und die Treppe bis Ende Mai abzuschließen - also vor den anstehenden Pflasterarbeiten in der Tiefebene. Unterdessen haben die privaten Umbauten schon begonnen: Das Eiscafé San Marco plant eine Erweiterung und erhält einen neuen gläsernen Vorbau. Auch das Stoffgeschäft will seine Räume erweitern, die Bauarbeiten sollen laut Potthoff noch in diesem Jahr beginnen.

Von Lutz Benseler

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