Korbach

Mensch und Hund ordnen 250 Schafe

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- Korbach (tt). Mit 250 Schafen möglichst geordnet mehrere Aufgaben erledigen: Das war oberstes Ziel von Schäfer und Hund beim Landesleistungshüten. Das Thema Q-Fieber wurde beim hessischen Schäferfest nur kurz angesprochen.

Dass es kein leichtes Unterfangen ist, eine große Schafherde über einen engen Feldweg zu führen, ist vorstellbar. Wenn dann ein Auto entgegenkommt, wird es noch kritischer. Sieben Schäfer aus Hessen stellten sich am Samstag beim Landesleistungshüten im Rahmen des 60. hessischen Schäferfestes solchen Aufgaben. Besonders gut gelang das Frank Meyenberg, der somit Hessens bester Schäfer ist.

Mit seinem Hund „Wolle“ setzte sich der Hüttenberger gegen seine Konkurrenten durch. Die Schafherde, gestellt vom Meineringhäuser Harald Bangert, wurde von jedem Schäfer gut 45 Minuten durch einen Parcours geführt. In dem wurden mehrere Aufgaben erledigt, wie zum Beispiel das Einpferchen oder das Vorbeiführen der Herde an Autoverkehr.

Die Lösung der verschiedenen Aufgaben wurde von einer dreiköpfigen Jury ebenso bewertet wie Gehorsam oder Selbstständigkeit des Hundes. Das Leistungshüten war aber nicht der einzige Programmpunkt, den der Hessische Verband für Schafzucht und -haltung auf dem Gelände beim Finanzamt auf die Beine stellte. Interessierte und Familien konnten beim Scheren eines Schafes zuschauen oder aber das Gewicht eines Bockes schätzen.

Schüler der Paul-Zimmermann-Schule in Korbach zeigten den Zuschauern, wie Wolle gefilzt wird, vom Waschen über das Kämmen bis zum Färben des Stoffes. Zudem stellten mehrere Schäfer einen Teil ihrer Herde aus, „um zu zeigen, welche Artenvielfalt es bei den Schafen gibt“, so Hüteleiter Hans-Jürgen Westmeier aus Niederorke.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Dienstag, 20. September.

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