Willingen

1,6 Millionen Euro für Freizeit-Erlebnis

- Willingen (Upland) (bk). Noch mehr Sport- und Freizeitvergnügen in der kommenden Wintersaison: Die Willinger investieren derzeit kräftig in weitere Verbesserungen der touristischen und wintersportlichen Infrastruktur.

Es geht rund im Weltcup-Ort: Speziell am Ettelsberg gibt es derzeit gleich mehrere Baustellen. Die Seilbahngesellschaft hat in den letzten Tagen die Pistenbeleuchtung installiert. Das Vorhaben wurde bereits mit der Beschneiungsanlage genehmigt, aber jetzt erst in die Tat umgesetzt. Die Lampen wurden an elf neu aufgestellten Masten, an sieben Seilbahnstützen und an der Bergstation installiert. „Wir haben hier jetzt mit einer Länge von anderthalb Kilometern die längste beleuchtete Piste im Sauerland“, so Seilbahn-Geschäftsführer Jörg Wilke. Heute Nachmittag ist ein Funktionstest der neuen Pistenbeleuchtung geplant. Direkt neben der Talstation entsteht die neue „Seilbar“. Wie berichtet, wird der ehemalige „Seilbahntreff“ vom Pächter, der Firma Getränke-Müller, umgebaut und erweitert. „Gläserne Offenheit, modernes Ambiente und Wohlfühl-Atmosphäre“ sollen das Lokal prägen. Der Café-, Bar-, Restaurant- und Après-Ski-Betrieb soll möglichst zu den Weihnachtsferien anlaufen. Die komplette Fertigstellung und offizielle Einweihung ist Anfang Februar 2010 geplant. „Es werden auch etliche neue Arbeitsplätze geschaffen“, erklärt Dirk Emde (Firma Getränke-Müller). Er bemüht sich derzeit, Mitarbeiter zu finden, insbesondere für die Küche. Ein Ärgernis für Ski- und Autofahrer wird in diesem Winter beseitigt: Bisher kreuzte die Seilbahn-Piste den Zufahrtsweg zum Waldhotel. Im nächsten Winter wird das Wegstück, das unter der Seilbahn herführt, auf einer Länge von 300 Metern geschlossen. Uplandgemeinde, Seilbahngesellschaft und Waldhotel haben stattdessen gemeinsam eine „Umleitung“ gebaut: Der befestigte Weg, der gegenüber der Firma Kesper zum Ettelsberg hochführt, wurde um etwa 250 Meter verlängert und mündet abseits der Skipiste wieder auf den Weg, der zum Waldhotel führt. Ein richtig „dicker Brocken“ ist das neue Zugangssystem an der Seilbahn und den Skiliften. Bisher mussten die Tickets in ein Kartenlesegerät eingesteckt werden, damit sich die Drehkreuze öffneten und den Zugang freigaben. Ab sofort reicht es aus, wenn die Skifahrer die Karten in einer Tasche an der linken Körperseite tragen. Sensible Antennen erkennen den Code und somit die Zugangsberechtigung; die Drehkreuze öffnen sich automatisch. „Dieser höchst angenehme Komfort entspricht alpinen Standards“, so Jörg Wilke. Auch Mountainbiker, die im Sommer mit der Seilbahn auf den Ettelsberg fahren, kommen in den Genuss des neuen Systems, während Wanderer weiterhin die bewährten Steckkarten nutzen und so durchs Drehkreuz gelangen. In diesen Tagen werden auch die letzten Schneekanonen aufgestellt. Die Abfahrtshänge werden in der Wintersaison 2009/2010 mit 62 Kanonen und zwölf Lanzen beschneit. Jörg Wilke weist als Sprecher der Willinger Liftbetreiber auf zwei weitere Investitionen seiner Kollegen hin: Im Bereich der „Wilddieb“-Pisten wurde ein kleiner, alter Schlepplift entfernt. Stattdessen entsteht hier ein modernes, 200 Meter langes Förderband – nach den Anlagen am Ritzhagen und Sonnenlift das dritte Band dieser Größenordnung. Es wird mit einer eigenen Beschneiungsanlage ausgestattet. Zudem installiert Familie Schlömer im oberen Bereich des Hangs noch ein zweites 80 Meter langes Förderband. Am Ritzhagen schließlich wird neben der Sommerrodelbahn ein familienfreundlicher „Snowboard-Funpark“, der insbesondere auch für Anfänger geeignet ist, gebaut.Die Kosten der genannten Maßnahmen schlagen insgesamt mit rund 1,6 Millionen Euro zu Buche.

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