Gemeinde tritt EWF-Zweckverband bei

„Mit Schulden Gewinn machen“

Willingen - Einstimmiges Votum der Gemeindevertretung: Die Gemeinde Willingen(Upland) tritt dem Zweckverband Energie Waldeck-Frankenberg bei.

Der Vertrag soll noch in diesem Monat beurkundet werden. Für eine Bareinlage von einer Million Euro erhält die Uplandgemeinde zwölf Anteile am Verbandsvermögen und zwei Sitze in der Verbandsversammlung.

Die Parlamentarier, die am Dienstag in Usseln tagten, billigten die außerplanmäßigeAusgabe.

Die Finanzierung der Bareinlage muss über eine Kreditaufnahme erfolgen. Die Kommunalpolitiker gehen davon aus, dass die Beteiligung am Zweckverband sich dennoch positiv auf den Gemeindehaushalt auswirkt. Denn der Zinssatz für Investitionskredite liegt nach der letzten Ausschreibung unter einem Prozent, während auf der anderen Seite mit einer Rendite von fünf bis sechs Prozent zu rechnen ist (vor Kosten des Zweckverbands, die die Sitzungsgelder und die Prüfungskosten umfassen).

„Wenn wir mit Schulden Gewinn machen können, sollten wir das Vorhaben in die Tat umsetzen“, betonte SPD-Fraktionsvorsitzender Karl-Wilhelm Schweinsberg (Willingen), der darauf verwies, dass die Energie Waldeck-Frankenberg GmbH (EWF) ein wirtschaftlich gut aufgestelltes kommunales Unternehmen ist.

Zu den Aufgaben der EWF gehören die Versorgung mit elektrischer Energie, Gas, Fernwärme und Wasser; die Bereitstellung des Personennahverkehrs; kommunale Dienstleistungen; Betrieb von öffentlichen Bädern. Derzeit treten immer mehr Städte und Gemeinden dem Zweckverband bei, um insbesondere an dem neuen Geschäftsfeld - erneuerbare Energien - beteiligt zu sein. Bürgermeister Thomas Trachte: „Die Beteiligung am Zweckverband umfasst aber nicht nur das neue Geschäftsfeld, sondern auch die übrigen Bereiche der EWF.“

Wie berichtet, will die Gemeinde Willingen(Upland) unter den kommunalen Schutzschirm schlüpfen. Die Beteiligung am Zweckverband Energie Waldeck-Frankenberg wurde deshalb im Vorfeld mit der Aufsichtsbehörde und dem Finanzministerium abgesprochen. „Beide Stellen sehen die Beteiligung positiv, sofern der Haushaltsausgleich hierdurch nicht gefährdet wird“, so der Verwaltungschef. (bk)

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