Stadt spendiert Rettungssatz für die Sachsenberger Feuerwehr

Mobiler Lebensretter

Lichtenfels - Innerhalb von zehn Minuten ist im Lichtenfelser Stadtgebiet ein Rettungssatz am Einsatzort: Das garantiert seit Donnerstag ein neues Kombi-Akku-Gerät der Sachsenberger Feuerwehr.

Wenn ein Autofahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt ist oder ein Waldarbeiter unter einem Baumstamm liegt, kann es Leben retten. Das Kombi-Akku-Gerät, das seit Donnerstag zur Ausrüstung der Sachsenberger Feuerwehr gehört, ist ein Multitalent: „Es kann schneiden und spreizen“, erklärt Wehrführer Thorsten Ewe. Und deswegen ist es vor allem bei Verkehrsunfällen und im Wald Gold wert. Autoblech lässt sich schnell durchschneiden, schwere Gewichte anheben. Zwei dieser Rettungssätze gibt es bereits bei den Wehren in Goddelsheim und Rhadern. „Durch das neue Gerät in Sachsenberg verschwindet jetzt ein weißer Fleck im Stadtgebiet“, freut sich der Lichtenfelser Stadtbrandinspektor Klaus Debus, „dank der neuen Ausrüstung können wir jetzt garantieren, innerhalb von zehn Minuten mit dem Rettungssatz am Einsatzort zu sein.“ Ab Oktober wird der Alarmplan entsprechend verändert. Das Sachsenberger Kombi-Akku-Gerät zeichnet sich dazu noch durch eine Besonderheit aus: Wie der Name schon sagt, funktioniert es per Akku, also ohne Schläuche und Kabel. „Damit sind wir mobil, vor allem wenn wir in den Wald müssen“, erklärt der Wehrführer. Das war am Ende auch für die Stadtverordneten das entscheidende Argument. „Ich hätte die Anschaffung gerne noch ein Jahr hinausgeschoben“, räumt Bürgermeister Uwe Steuber ein, „aber jetzt bin ich froh, dass wir den Rettungssatz gekauft und die Lücken geschlossen haben.“ Vor allem, weil der Waldanteil in Lichtenfels so hoch ist, halte er die Anschaffung für so wichtig, ergänzt Steuber. Rund 7000 Euro hat sich die Stadt das neue Werkzeug kosten lassen. Dazu überreichte Stadtrat Alf Höfer eine Glassäge. In Eigenleistung und mit Unterstützung des Feuerwehrvereins haben die Sachsenberger unter Federführung von Friedhelm Naumann und Jürgen Wendzik die Neuanschaffung durch Zubehör ergänzt.Für die Feuerwehrleute stehen nun Übungen mit dem neuen Gerät auf dem Plan. Vier der Einsatzkräfte haben bereits Schulungen erhalten, drei befinden sich noch in der Ausbildung. Von Theresa Demski

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