Heringhäuser Sänger feiern zwei Tage lang Jubiläum mit Sängerabend, Bezirks- und Freundschaftssingen

Musikalische Leckerbissen im Dutzend

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Annette Behle (l.) vom Sängerbezirk Rhene-Diemeltal übergibt die Ehrungen des Waldeckischen Sängerbundes an langjährige aktive Sänger.

Diemelsee - Heringhausen - Ein Wochenende voller Musik: Mit gleich drei Konzerten hat der Männergesangverein Heringhausen am Samstag und Sonntag seinen 125. Geburtstag gefeiert.

Für Freunde der Chormusik hielt das Wochenende in Heringhausen Leckerbissen im Dutzend parat: Mit einem Freundschaftssingen am Samstag, dem Bezirkssängerfest und einem weiteren Freundschaftssingen am Sonntag haben die Sangesbrüder aus dem Urlaubsort am Diemelsee das in den Mittelpunkt gerückt, was sie seit 125 Jahren zusammenhält: den Chorgesang.

Zum Auftakt am Samstag waren neben den Gastgebern die Chöre aus Schweinsbühl, Eimelrod, Bontkirchen, Padberg, Hoppecke, Messinghausen, der Meisterchor aus Goddelsheim sowie der Chor aus Flechtdorf mit von der Partie in der Schützenhalle. Die Gastgeber stimmten ein mit „One Way Wind“, einem romantischen Titel, der von Träumen und Sehnsüchten handelt.Die Chöre boten ein abwechslungsreiches Programm von klassischer Männerchorliteratur bis hin zu Dieter Bohlen. Seinem Titel gerecht wurde der Goddelsheimer Meisterchor, der unter der Leitung von Holger Born Anspruchsvolles bot. Nach „Loch Lomond“ mit einem Tenorsolo von Ralf Bangert, „Rosemarie“ in einem achtstimmigen Chorsatz sowie „Hab’ mein Wagen voll geladen“ gaben die Sänger als Zugabe das im italienischen Original gesungene Lied „Tal in den Bergen“.

Mit einem Festgottesdienst begann der Sonntag, musikalisch untermalt vom Kirchenchor. Das anschließende Konzertsingen eröffnete der Nachwuchs vom Musikverein Rhena. An den Anfang setzten die Gastgeber „Habe oft im Kreise der Lieben“ von Friedrich Silcher, einem der wichtigsten deutschen Chor-Komponisten. Das Programm gestalteten diesmal die Männerchöre aus Rhenegge, Adorf, Wirmighausen und Stormbruch mit und außerdem der Knappenchor Adorf, der gemischte Chor Vasbeck und die Chorgemeinschaft Ottlar-Giebringhausen sowie der Frauenchor Wirmighausen. Alle Chöre gemeinsam sangen das „Heimatlied“.

Zum Freundschaftssingen am Nachmittag waren auch die Padberger Spielleute „Rückenbücken“ eingeladen. Der Spielmanns- und Musikzug Adorf war ebenfalls zu hören. Glückwünsche gab es an beiden Tagen viele für die Heringhäuser. Bruno Mecke vom Waldeckischen Sängerbund überreichte eine Urkunde des Mitteldeutschen Sängerbundes. Astrid Behle vom Sängerbezirk Rhene-Diemeltal hatte einen regenbogenfarbenen „Rettungsschirm mit einem „warmen Geldregen“ mitgebracht. Bürgermeister Volker Becker dankte für 125 Jahre kulturelles und soziales Engagement und Ortsvorsteher Stefan Pohlmann für das gelebte Heimatgefühl der Sänger.

Astrid Behle zeichnete außerdem verdiente Sänger aus. Für 60 Jahre aktive Mitgliedschaft wurden geehrt: Christian Fischer, Herbert Weisen (beide Heringhausen), Christian Friedrich Biederbick (Stormbruch), Heinrich Leonhard, Fritz Müller, Erich Sude und Fritz Wilke (alle Rhenegge). Für 50 Jahre: Christian Bornemann, Helmut Fingerhut, Wilhelm Merhof (alle Adorf) und Willi Grebe (Heringhausen). Für 40 Jahre: Alfred Diener (Giebringhausen) ,Ulrich Ziemann (Heringhausen), Karl-Herbert Nierenköther, Friedrich Wilke (beide Rhenegge), Ernst Christian Pohlmann (Stormbruch) und Rosi Figge (Wirmighausen). Für 25 Jahre: Horst Urbaniak (Heringhausen) und Armin Emde (Vasbeck).

Für ihr Engagement im Vorstand der Eintracht Heringhausen erhielten außerdem Vorsitzender Karl Pohlmann und Herbert Grebe, seit 40 Jahren Schriftführer der Heringhäuser, die goldene Ehrennadel des Waldeckischen Sängerbundes. Seit zwölf Jahren ist Pfarrer Hansjörg Schultze Chorleiter des Vereins, dafür erhielt er die silberne Ehrennadel.

(von Lutz Benseler)

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