Gesangverein Sängerlust feiert seinen 150. Geburtstag

Ein musikalisches Fest in Vöhl

Der Jubiläumschor mit den befreundeten Sängern aus Basdorf. Seit 41 Jahren pflegt der Gesangverein Sängerlust aus Vöhl die Chorgemeinschaft mit den musikalischen Nachbarn. Den 150. Geburtstag der Vöhler feierten sie in großer Runde in der Henkelhalle.Fotos: Theresa Demski

- Zum Geburtstag gibt es ein Ständchen, das ist gute alte Tradition. Der Gesangverein „Sängerlust Vöhl“ bekam zum 150. Geburtstag gleich ganz viele musikalische Glückwünsche - mit einer Überraschung.

Denn zum 150 Geburtstag der „Sängerlust Vöhl“ hatte der Gesangverein elf Gastchöre zum Bezirkssängerfest in die Henkelhalle eingeladen. Fünf der Chöre dirigierte Fingerhut selbst.Es waren musikalische Ständchen quer durch die Musikgeschichte, die die Männer und Frauen dem Vöhler Gesangverein brachten. Der MGV „Liedertafel“ aus Marienhagen erzählte von ersten Sonnenstrahlen, der Gemeinschaftschor Werbetal präsentierte unter der Leitung von Xenia Kautz Klassiker wie „Die Rose“ und der MGV Dorfitter lud beim Trinklied zum Schunkeln ein.

Für die musikalische Überraschung sorgte dann Dirigent Arno Hutwelker. Mit einem Projektchor aus Goldhausen sprang er für die Liederfreunde aus Herzhausen ein, die wegen eines Trauerfalls abgesagt hatten.

Fünf junge Frauen und vier junge Männer betraten selbstbewusst die Bühne, Arno Hutwelker setzte zum Dirigieren an und überrascht lauschten die mehr als 300 Gäste in der Halle den Klängen von „Can you feel the love tonight“. Moderne Melodien mit viel Energie umgesetzt: Der Auftritt der Goldhäuser wurde mit Zugaberufen und großer Begeisterung belohnt.

Klassischere Töne stimmte Hutwelker dann mit seinen Sängern vom MGV Buchenberg an, bevor Fingerhut es krachen ließ. Bei einer ungewöhnlichen und bejubelten Version des „Kuckucks“ wurde das begeisterte Publikum am Ende mit einem Schuss überrascht - der Kuckuck überlebte natürlich trotzdem.

Von „Man(n) singt“ über den Gemischten Chor Obernburg mit seinem jungen Chorleiter Heiko Seibel bis zu den Sängern aus Battenhausen, zu denen die Vöhler seit 38 Jahre eine musikalische Freundschaft pflegen und dem Posaunenchor: Viele Gäste reihten sich in die Schar der Gratulanten ein. Glückwünsche gab es auch von Vertretern aus Politik und Gesellschaft - von Bürgermeister Harald Plünnecke, der die gesellschaftspolitische Bedeutung der Chöre betonte bis zum Ersten Beigeordneten Jens Deutschendorf, der vor allem an die Kulturpflege erinnerte.

Am Ende überraschte der Jubiläumschor, der seit 41 Jahren gemeinsam mit den Sängern aus Basdorf auftritt, mit einem Stück von den Toten Hosen - das hatte Stephan Schluckebier als deutlich jüngster Sänger des Chores vorgeschlagen. Und damit trafen sie dann auch gleich den Kern des Abends, als sie unter dem Applaus des Publikums sangen: „An Tagen wie diesen“. Von Theresa Demski

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