Korbach

MVV: "Alle Grenzwerte in 2010 eingehalten"

- Korbach. Das Korbacher Müllheizkraftwerk hat nach Angaben des Kraftwerksbetreibers MVV im Jahr 2010 alle vorgegebenen Emissionswerte eingehalten und in den meisten Fällen um mehr als 90 Prozent unterboten.

Laut Emissionsbericht lagen die Emissionen etwa von Schwefeldioxid bei fünf Prozent des als Vorsorgewert definierten Grenzwertes, bei Quecksilber wurden 1,7 Prozent und bei Staub 0,8 Prozent des Grenzwertes erreicht. Bei den Zahlen handelt es sich um Jahresdurchschnittswerte, kurzfristige Erhöhungen fallen darin nicht ins Gewicht. So waren im März 2010 die Quecksilbermesswerte für etwa eine Stunde erhöht.

„Diese Zahlen zeigen, dass das Kraftwerk dank moderner Technik in der Lage ist, alle Vorschriften hinsichtlich des Schutzes von Luft, Boden und anderen Schutzgütern voll einzuhalten“, so das Fazit, das Kraftwerkschef Dr. Hermann Teufel aus dem Emissionsbericht zieht. Die „mit Hilfe der ökonomisch wie ökologisch sinnvollen Verwertung vorsortierter Abfälle in unserer modernen und zuverlässigen Anlage“ erzeugte Wärmemenge sei um rund 20 Prozent gesteigert worden. Auch wenn Störungen im Betriebsablauf in einer industriellen Anlage immer möglich seien, so Teufel, „kommt es entscheidend darauf an, dass die Mannschaft professionell damit umgeht. Und da sind wir sehr gut aufgestellt.“ Die Betriebszeit des Ersatzbrennstoff-Kessels stieg von 6352 Stunden im Jahr 2009 auf 7754 Stunden im Jahr 2010.

Aktuell wird das Kraftwerk routinemäßig der jährlichen Revision unterzogen. Dabei werden laut MVV Tests und Prüfungen aller wichtigen Komponenten sowie eine Grundreinigung des Kessels durchgeführt. Die Revision dauert planmäßig noch bis zum 25. April. Da dabei auch Arbeiten auch am Wochenende und an den Feiertagen notwendig sind, bittet das Unternehmen um Verständnis, falls es bei allen Vorkehrungen doch zu Belästigungen für Anwohner kommen sollte. Die Arbeitszeiten seien von der zuständigen Behörde genehmigt worden. (r/lb)

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