Vöhl

Nationalparkzentrum: Investition in die Bildung

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- Vöhl - Herzhausen (resa). Im Nationalparkzentrum geht es seit jeher weniger ums Geldverdienen als um die Bildung. Zu zwei Dritteln trägt sich der Ausstellungs- und Bildungsbereich aber selbst, bleiben für 2011 rund 100 000 Euro für Land und Gemeinde.

Rund 38 000 Besucher kamen im vergangenen Jahr ins Nationalparkzentrum bei Herzhausen – Schulgruppen ebenso wie Senioren, Familien und Einzelgäste. Für Tickets und Gruppenangebote zahlten sie insgesamt rund 200 000 Euro. „Damit trägt sich unser Ausstellungs- und Bildungsbereich zu etwa zwei Dritteln selbst“, erklärt Manfred Bauer, Leiter des Nationalparks Kellerwald-Edersee. Rund 300 000 Euro Personal- und Betriebskosten seien jedes Jahr zu decken, sagt er. Weitere Kosten werden durch den Shop und die Gastronomie querfinanziert. Bleiben also rund 100 000 Euro für das Land Hessen und die Gemeinde Vöhl.

Die sind nämlich Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH, die für die Betriebskosten der Einrichtung verantwortlich zeichnet – das Land mit 90 Prozent, die Gemeinde Vöhl mit zehn Prozent. Während die Vöhler in ihrem Haushalt bereits 5000 Euro zur Unterstützung des Nationalparkzentrums veranschlagt haben, hat nun auch das Land eine Zuwendung von 94 500 Euro gewährt – das teilte Landtagsabgeordneter Reinhard Kahl mit. „Seit der Eröffnung des Nationalparkzentrums 2008 ist der jährliche Verlust konstant geblieben“, erklärt Manfred Bauer. Ohnehin sei von Anfang an nicht mit Gewinnen gerechnet worden. „Wir haben diese Verluste erwartet“, sagt er. Das Nationalparkzentrum sei eine Bildungseinrichtung und deswegen auch nicht gewinnorientiert. „Es geht um die Investition in Bildung“, ergänzt Petra Schlaugat, Leiterin des Nationalparkzentrums.

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