Korbacher Stadtkrankenhaus setzt bei Operationen am Rückgrat auf Infrarot und dreidimensionale Bilder

Navigationsgerät für Wirbelsäulen-OP

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Neurochirurg Gudio Hoffmann, Chefarzt Dr. Arne Fittje, Chefarzt Dr. Hubert Bölkow und Neurochirurg Anas Kalhout (v. l.) erklären das neue Navigationsgerät für Wirbelsäulen-Operationen.

Korbach. Das Stadtkrankenhaus Korbach setzt bei Operationen an der Wirbelsäule seit einigen Wochen auf ein neues, computergestütztes Navigationsgerät, das die Chirurgen bei ihrer Arbeit unterstützt.

„Die Navigationstechnik ist schon einige Jahre auf dem Markt. Aber jetzt ist sie so verbessert, dass sie sich im klinischen Alltag auch gut bewährt“, erklärt Dr. Hubert Bölkow, Chefarzt der Abteilung für Orthopädie, Unfallchirurgie und Wirbelsäulenchirurgie im Korbacher Stadtkrankenhaus.

Operationen an der Wirbelsäule erfordern höchstes Können. Vor allem im oberen Bereich der Wirbelsäule sind die Strukturen eine Herausforderung; dort liegen Knochen, Blutgefäße und Rückenmark auf engstem Raum beieinander.

Computer zum Preis einer Luxuslimousine

Müssen Schrauben zur Stabilisierung eingesetzt werden – etwa wenn Wirbel aus den unterschiedlichsten Gründen verschoben, degeneriert, deformiert oder gebrochen sind – ist Millimeterarbeit gefragt. Bislang sei mit Hilfe von Röntgenaufnahmen überprüft worden, ob die Schrauben richtig sitzen. Jetzt komme das Navigationsgerät zum Einsatz, erklärt der Chefchirurg.

Auf den ersten Blick sieht der Apparat aus wie ein futuristischer Computer auf Rädern – der allerdings den Preis einer Luxuslimousine hat.

Mehr lesen Sie in der Druckausgabe der Waldeckischen Landeszeitung am Donnerstag. 7. Juli.

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