Klinik feiert am Sonntag mit einem Tag der offenen Tür

Neubau offiziell ans Korbacher Stadtkrankenhaus übergeben

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Geben den Neubau frei (von links): Pflegedienstleiterin Gerlinde Stremme, die Landtagsabgeordneten Armin Schwarz und Daniel May, Stadtverordnetenvorsteherin Lieselotte Hiller,  Dr. Jochen Klotz, Geschäftsführer Christian Jostes, Andreas Schröder von der FAAG Technik, Bürgermeister Klaus Friedrich, Staatssekrektär  Wolfgang Dippel, Architekt Uno Kleine und Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Sommer.

Korbach. Nach dreijähriger Bauzeit ist am Sonntag im Stadtkrankenhaus Korbach der neue Trakt mit Pflegestationen, Intensivstation, Labor und Zentralküche seiner Bestimmung übergeben worden. Die Klinik feiert den Neubau mit einem Tag der offenen Tür.

Rund 22 Millionen Euro hat das Stadtkrankenhaus in den Neubau investiert. "Das Krankenhaus hat damit einen Neubau mit drei Pflegestationen mit 92 Betten, einer Intermediate-Care-Station mit sechs Betten, einer Intensivstation mit zehn Betten, einer Zentralküche sowie Labor und Technikbereichen erhalten", erklärte Geschäftsführer Christian Jostes bei der offiziellen Schlüsselübergabe am Sonntagmorgen.

Die Stadt Korbach sei den Veränderungen der Krankenhauslandschaft mit einer zielgerichteten, strukturellen Weiterentwicklung begegnet, sagte Bürgermeister Klaus Friedrich: "Wir haben den Sprung ins 21. Jahrhundert früh gewagt, in dem wir in drei Bauabschnitten und einem Gesamtinvestitionsvolumen von 50 Millionen Euro gemeinsam mit dem Land Hessen der Bevölkerung heute ein nagelneues Krankenhaus übergeben dürfen."

"Kommunal ist optimal"

Als kommunales Haus habe die Klinik den Anspruch, eine breite medizinische Versorgung anbieten zu können, ohne dabei nur auf Gewinnmaximierung zu schauen, wie es bei privaten Trägern häufig üblich sei. Friedrich: "Kommunal ist optimal."

Stadtkrankenhaus Korbach eröffnet Neubau

Mit 14,6 Millionen Euro hat das Land Hessen den dritten Bauabschnitt gefördert. Ziel sei gewesen, unwirtschaftliche bauliche Strukturen mit zu kleinen Stationen und langen Wegen zu beseitigen, erklärte Staatssekretär Wolfgang Dippel vom Hessischem Sozialministerium. Das sei gelungen, so Dippel: "Beispielsweise werden Wegzeiten und damit auch Wartezeiten für Mitarbeiter und Patienten minimiert. Das führt letztlich nicht nur zu Effizienzsteigerungen und damit zu Kostensenkungen, sondern auch zu einer zeitgemäßen medizinischen Versorgung."

Korbach und Frankenberg sollen enger zusammenarbeiten

Dass das Land Hessen ein großes Interesse an einer verstärkten Kooperation zwischen den Krankenhäusern in Korbach und Frankenberg hat, machte Dippel deutlich: Eine enge Zusammenarbeit beider Kliniken sei in der Vergangenheit nicht gelungen. "Ich bin mir aber gleichzeitig sicher, dass die Verantwortlichen des Stadtkrankenhauses zukünftig auch an solche Bemühungen anknüpfen werden, um die Zukunft der Klinik langfristig zu sichern und die erfolgreiche Geschichte des Stadtkrankenhauses fortschreiben zu können", so der Staatssekretär. 

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