Korbach

Neue Akademie für Unternehmer

- Korbach (jk). „Erfolgreich am Markt in schwierigen Zeiten“: Das dritte Wirtschaftsforum in Korbach will Konzepte aufzeigen. Brandneu ist eine Akademie für Unternehmer, die am Mittwoch erstmals präsentiert wird.

Produktion, Dienstleistung, Handel, Handwerk – aus allen Branchen sollen sich Wirtschaftsvertreter am Mittwoch Abend tummeln. Referate, betriebliche „Erfolgsstorys“, „Studium Plus“ in Waldeck-Frankenberg, das sind Themen ab 18 Uhr. Überdies gibt es eine Tischmesse schon ab 17 Uhr in der Korbacher Stadthalle. Im Hintergrund steht allüberall die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise. „Die Krise schafft den Zwang zum Umdenken, weil die herkömmlichen Mittel versagen“, formulierte es Korbachs Wirtschaftsförderer Werner Niederquell in der Einladung. Ein Lösungsweg klingt denkbar simpel: Kompetenz aus der eigenen Region besser nutzen. Denn vielfach sind Unternehmen die möglichen Partner aus der Nachbarschaft gar nicht bekannt – ob Zulieferer, Dienstleister oder Kunden. Um dies zu verbessern, rief Niederquell auf Ebene des „Kommunalen Service-Verbundes Eisenberg“ ein Netzwerk für Unternehmen ins Leben. Da geht es um Erfahrungsaustausch, Informationen, aber auch gemeinsame Projekte. Dabei umfasst der Service-Verbund Eisenberg die Gemeinden Willingen, Diemelsee, Vöhl, Waldeck, Korbach, Lichtenfels und Medebach (Westfalen). Wirtschaftsförderung Korbach und Service-Verbund Eisenberg sind auch die Gastgeber beim Wirtschaftsforum. In den Blickpunkt möchte Niederquell Experten vom „Malik Management Zentrum“ St. Gallen rücken. Die Schweizer Stadt gilt als Dorado für Betriebswirtschaft und Managementlehre. „Wirtschaft im Umbruch: Neue Zeiten brauchen neues Denken“ titeln die Referenten ihren Schwerpunktvortrag. Bei diesem Gastspiel soll es künftig in Waldeck-Frankenberg aber nicht bleiben. Niederquell möchte eine neue „Unternehmerakademie“ ins Leben rufen – die just in das Netzwerk des St. Gallener Management-Zentrums greift. Das Konzept dazu wird der Korbacher Wirtschaftsförderer am Mittwochabend erstmals präsentieren. „Unternehmerisch geführte Unternehmen“ (UGU) heißt ein Stichwort. Das klingt paradox, spielt aber auf Probleme an, die Auslöser genau der Wirtschaftskrise waren, aus der sich Betriebe derzeit befreien müssen. Es geht vor allem um kleine und mittlere Unternehmen, von Eigentümern geführt, eng am Markt und langfristig orientiert. Sie stehen für das Gros der Arbeitsplätze und der Wertschöpfung in Deutschland, auch wenn Banken und Konzerne oft viel stärker im politischen Blickfeld stehen. Mit Blockseminaren über rund ein Jahr soll die Unternehmerakademie neues Wissen und Führungsstärke vermitteln – mit Praxisbezug. Im Vordergrund stehe nicht Mehrwert für Aktionäre, sondern Nutzen für die Kunden, unterstreicht Werner Niederquell.

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