Lengefeld

Neue Diskussion um K58

- Korbach-Lengefeld (nv). Stadtverordnete regen neuen Bebauungsplan für die Kreisstraße 58 zwischen Lelbach und Lengefeld an.

Während landauf landab Straßenschäden mit Hilfe des landesweiten Schlaglochprogramms behoben werden, rückt auch der Ausbau der umstrittensten Schlaglochpiste in Waldeck-Frankenberg wieder in greifbare Nähe: Die Korbacher Stadtverordneten beraten am 28. September über die Aufstellung eines Bebauungsplans für einen kombinierten Rad- und Gehweg entlang der K 58.

Die Mitglieder des Ausschusses für Bauen und Umwelt sprachen sich gestern Abend im Rathaus für das Vorhaben aus. Der Haupt- und Finanzausschuss tagt heute. Die vorgelegte Variante könnte den jahrelangen Disput über den Ausbau der seit August 2003 für den Autoverkehr gesperrten K 58 beenden, denn sie kombiniert die Forderungen der Straßenverkehrsbehörde und der Grundbesitzer.

Bereits 2003 war amtlich beschlossen worden, die Fahrbahn von rund vier Metern auf 5,50 Meter zu verbreitern und an einer Seite eine Leitplanke anzubringen. Die Eigentümer weigerten sich, ihre Grundstücke abzugeben. Die Enteignung drohte. Die Grundbesitzer schlugen vor, die Fahrbahn auf 4,75 Meter zu verbreitern und einen vier Meter breiten Schutzstreifen samt Radweg anzulegen. Bei einer gemeinsamen Sitzung des Bau- und des Finanzausschusses im Mai im Kreishaus beharrten die Vertreter des Amts für Straßen- und Verkehrswesen jedoch auf dem 2003 gefassten Beschluss und dem Ausbau auf 5,50 Meter Breite.

Bevor das gesamte Verfahren wieder von vorn begann, schlugen die Lengefelder einen Kompromiss vor: Sie könnten sich mit 5,50 Metern Fahrbahnbreite anfreunden, wenn auf die für Radfahrer lebensgefährliche Leitplanke verzichtet würde. Ergebnis: Die Kreisverwaltung soll eine neue Vorlage erarbeiten. Den Radweg müsste allerdings die Stadt Korbach beantragen. Den Grundstein dafür sollen die Stadtverordneten mit der Aufstellung des Bebauungsplanes nun legen. Der Rad-Gehweg soll am Ende der Lengefelder Ortsdurchfahrt beginnen und am Lelbacher Ortsschild enden. Die Zufahrt zu Wirtschaftswegen und Grundstücken bleibt gewährt.

Für den Ausbau des rund 1,65 Kilometer langen Weges sind Kosten von rund 440 000 Euro veranschlagt. Hinzu kommen etwa 50 000 Euro für den Grunderwerb. Die Stadt will Fördermittel beim Verkehrsministerium beantragen.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Mittwoch, 21. September.

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