Sparkasse Waldeck-Frankenberg investiert rund drei Millionen Euro in Korbach

Neue Haut für das Hochhaus

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Korbach - Das Hochhaus der Sparkasse Waldeck-Frankenberg in Korbach erhält eine Frischzellenkur für die Fassade. Rund drei Millionen Euro investiert das Kreditinstitut am Stammsitz in der Kreisstadt.

Jahr für Jahr investiert die Sparkasse in ihr weit verzweigtes Geschäftsstellennetz im Landkreis. 2013 richtet sich der Blick auf das in die Jahre gekommene Hochhaus in Korbach, erklärt Vorstandsvorsitzender Michael Bott.

Fassade, Flachdach, Dämmung, Fenster - die gesamte Gebäudehülle wird gründlich modernisiert. Dies soll zugleich den Energieverbrauch deutlich senken, schildert Rudolf Josephy, Leiter der Bauorganisation bei der Sparkasse.

In einem Zuge werden das Hochhaus und der darunter liegende Querbau am Nordwall renoviert. Die Geschäftsstelle für die Kunden an der Kreuzung zur Hagenstraße ist derweil nicht betroffen. Dieser Gebäudeteil wurde in den vergangenen Jahren bereits modernisiert und umgebaut. So läuft das Kundengeschäft in der aktuellen Bauphase ohne Beeinträchtigungen weiter, unterstreicht Bott.

4000 Quadratmeter Fassade

Ausgeklügelte Logistik und technische Abläufe sollen auch für die Mitarbeiter im Hochhaustrakt dahinter möglichst wenig Reibung bringen, denn im laufenden Betrieb gilt es für die Sparkasse, insgesamt 4000 Quadratmeter Gebäudefläche außen neu zu gestalten.

Das Hochhaus wurde 1974 fertiggestellt. Nach der umfangreichen Renovierung innen (2004 bis 2010) soll der Betonbau nunmehr auch außen ein ansprechenderes Antlitz bekommen. 1974 war innen wie außen vor allem Beton das architektonische Mittel der Wahl. Die von außen verankerten Betonplatten mit dünner Dämmung werden komplett ersetzt.

Künftig sollen glatte Bleche aus Aluminium das Hochhaus in ein neues Kleid hüllen. Dahinter sorgt dann eine 16 Zentimeter dicke Dämmschicht aus Steinwolle für weniger Energieverbrauch und besseres Klima.

Dafür sorgen vor allem aber auch rundum neue Fenster. Für die Handwerker gibt es dabei reichlich zu tun, denn die 90 Büroräume in Hochhaus und Querbau darunter haben insgesamt 370 Fenster. Doppelte Fensterflügel mit dreifacher Verglasung innen und neuen Jalousien dazwischen schützen im Sommer deutlich besser vor Sonne und halten im Winter mehr Wärme. Parallel steigen die Bauleute bei der Sparkasse auch aufs Dach, das samt Blitzschutz komplett renoviert wird.

Die Investition soll zugleich das Stadtbild am Nordwall in Korbach aufwerten, betont Bott. Dabei muss die Sparkasse etliche Bedingungen für Technik, Materialgewicht und Brandschutz beachten. Brennbare Fassadenelemente sind beim Hochhaus nicht erlaubt. Wegen des Brandschutzes kamen auf dem hohen Flachdach auch keine Solarzellen für Photovoltaik in Betracht, erläutert Josephy: zu hoch, um das Dach im Ernstfall mit der Drehleiter der Feuerwehr zu erreichen.

So überaltert die Betonfas-sade am Hochhaus heute wirkt, ist das Gebäude darunter derweil sehr gut intakt, unterstreicht Michael Bott. Weitestgehend heimische Handwerksfirmen sorgen nunmehr für ein moderneres und hochwertigeres Äußeres. Die Planung stammt vom Korbacher Architekturbüro Kleine und Potthoff.

Umbau bis November

Derzeit wird das Gerüst am Hochhaus aufgebaut, Ende Mai geht dann ein mächtiger Kran zu Werke. Zwischen Gerüst und Fassade zieht der Kran die alten, rund eine Tonne schweren Betonplatten Stück für Stück nach oben weg.

Im November soll die Modernisierung abgeschlossen sein. Anwohner und Autofahrer bittet die Sparkasse während des Umbaus um Verständnis. So muss der Nordwall entlang der Sparkasse in der Bauphase halb gesperrt bleiben.

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