Korbach

Neue Welle für Bäder-Debatte

- Korbach (jk). Naturbad oder herkömmliche Sanierung – in der Diskussion um die Korbacher Bäder scheint wieder alles offen. Auch der Gedanke eines kombinierten Hallen- und Freibads ist nicht verworfen.

Freibad hüben, Hallen- und Freizeitbad drüben: Die Korbacher Badelandschaft sollte bleiben, wie sie ist. Räumlich zumindest. Diesen Weg zeichnete das Parlament Ende 2008 vor. Nach öffentlicher Präsentation und Stadtverordnetenberatung sprach vieles für getrennte Sanierungen an zwei Standorten. Im Hallenbad ist eine gründliche technische Remedur angesagt, fürs Freibad verdichteten sich Pläne, daraus künftig ein Naturbad zu entwickeln. Das nötige Geld von zwei bis drei Millionen Euro sollte weitestgehend aus dem Konjunkturprogramm von Bund und Land fließen (wir berichteten). Inzwischen sind vier Planungsbüros für die Stadt am Werk, unterschiedliche Konzepte zu erarbeiten. Beispiel schauten sich Verwaltung, Parlamentarier und interessierte Korbacher bei zwei „Bädertouren“ an. Stationen waren Gudensberg (Naturbad), Neckargemünd (Naturbad und konventionelle Becken), Bielefeld-Brackwede (Naturbad) und Ahaus (Kombibad). Erwartungsgemäß zogen die Korbacher Bädertouristen sehr unterschiedliche Schlüsse. „Die SPD-Fraktion war vom Kombibad in Ahaus überzeugt“, betonte Fraktionschefin Gudrun Limperg in der jüngsten Parlamentssitzung. Das Bad bietet Hallen- und Freibad gleichermaßen samt Wellenbecken und weiteren Attraktionen. So regte Limperg an, ein Kombibad für Korbach „noch mal zu prüfen“. Denn diese Version als kompletter Neubau an einem Standort war im Winter zunächst verworfen worden. Für CDU-Fraktionschef Andreas Kwoll ist offenbar eher das Naturbad in Brackwede ein möglicher Favorit. „Ich kann das Anliegen der Frühschwimmer in Korbach gut verstehen“, verwies Kwoll etwa auf die Debatte um 25 Grad Wassertemperatur. Doch in Wrexen beispielsweise sei das Wasser deutlich kühler. Schon aus finanzieller Sicht werde sich Korbach um die „Standards“ Gedanken machen müssen. Kai Schumacher (FWG) regte an, auch Wärmepumpen-Technik zu prüfen. Noch im Sommer sollen die Konzepte fürs Korbacher Freibad vorgelegt werden.

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