Korbacher Anbieter Cenabona übernimmt die Mensa der Alten Landesschule

Neuer Betreiber, gleiche Köpfe

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Kennen sich schon seit 2011 (von links): Schulleiter Robert Gassner, Küchenleitung Silke Arnold und Cenabona-Geschäftsführer Alfred Jung.

Korbach. - Die Alte Landesschule (ALS) wechselt erneut den Mensa-Betreiber: Ab Montag tischt die neugegründete Korbacher Firma Cenabona auf.

Mit dem Klassiker Jägerschnitzel plus Gemüse und Kartoffelspalten als warmes Hauptgericht geht Cenabona (lateinisch für „gutes Essen“) am ersten Schultag nach den Weihnachtsferien an den Start. Die Diakoniegesellschaft Waldeck-Frankenberg als bisheriger Betreiber hat den Vertrag mit dem Mensaverein der Alten Landesschule vorzeitig gekündigt und wird sich komplett aus dem Geschäftsbereich Schulverpflegung zurückziehen.

Bewährte Lieferanten

Die gemeinnützige Einrichtung hat bislang mehrere Schulen, unter anderem auch das Gustav-Stresemann-Gymnasium in Bad Wildungen, mit Essen beliefert. „Das Catering zählt nicht zu den Hauptaufgaben der Diakoniegesellschaft“, erklärte Geschäftsführer Hans-Jürgen Brabsche den Schritt gestern gegenüber der WLZ.

In die Bresche springt der Korbacher Anbieter Cenabona. Alfred Jung, Brabsches Vorgänger als Geschäftsführer der Diakoniegesellschaft, hat das Unternehmen neu gegründet und das bisher an der ALS tätige Personal weitgehend übernommen. Jung greift auch auf die bewährten Lieferanten zurück. Für die Schüler wird sich daher nur wenig ändern: Ansprechpartner, Angebot und Preise bleiben gleich. Nur das Bezahlsystem wird sich ändern.

Ihre alten Mensakarten können die Schüler ab Montag nicht mehr nutzen. Bis der neue Betreiber das neue System eingerichtet hat, muss das Essen vorübergehend bar bezahlt werden. Schülerinnen und Schüler, die am Montag und Dienstag noch kein Geld dabei haben, können ihr Essen anschreiben lassen und bis 21. Januar nachträglich bezahlen. „Niemand soll hungrig abgewiesen werden“, erklärte Alfred Jung. Wer noch Guthaben auf seiner alten Mensakarten habe, müsse das mit dem bisherigen Betreiber abrechnen, informierte Schulleiter Robert Gassner.

Salatbuffet und Bistro

Die Mensa werde gut angenommen, sagte Gassner. Im November hatten die Mitarbeiter rund 180 Essen pro Tag ausgegeben. „Das lässt sich kaum noch steigern“, so der Schulleiter. Die Schüler können täglich zwischen einem Hauptgericht, Pizza und Nudeln wählen und sich am Salatbuffet bedienen. Dabei haben sie freie Auswahl unter den angebotenen Speisen, auch eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Bezahlt wird nach Gewicht des Tellers. Außerdem gibt es ein Bistro für den kleinen Hunger.

Für die Alte Landesschule ist es nicht der erste Betreiberwechsel: Bis Anfang 2011 versorgte die Bio-Catering Marbachshöhe aus Kassel (vorher: Dr. Hoppe Bio-Catering) die Korbacher Gymnasiasten mit Mittagessen. Mitarbeiterinnen der Vita-Catering verteilten die Gerichte vor Ort. Beide Firmen meldeten Insolvenz an, die Diakoniegesellschaft übernahm daraufhin den Catering-Vertrag mit dem Mensaverein der Alten Landesschule.

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