Hängebauchschwein aus Ober-Ense verbringt Lebensabend in Immighausen

Ein neues Zuhause für Schwein Hugo

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Korbach-Ober-Ense - Händeringend hatte Karin Juhasz nach einem neuen Zuhause für ihr Schwein Hugo gesucht. Weil sie die Vorschriften für die Schweinehaltung nicht mehr erfüllen konnte, drohte der Schlachter. Nun hat sie einen Ort gefunden, an dem Hugo alt werden darf.

Hugo ahnt noch nichts von seinem Glück. Wie immer lässt er sich Gummibärchen und Schokolade schmecken und verkriecht sich bei schlechtem Wetter in seinem Häuschen.

Weil Schweinehalterin Karin Juhasz die Vorgaben des Veterinäramtes nicht erfüllen konnte, hatte sie verzweifelt nach einer Lösung für ihr zahmes Schwein gesucht (wir berichteten). Viele WLZ-FZ-Leser hatten nach dem Bericht gemeinsam mit Karin Juhasz nach Lösungen gesucht.

„Das Problem ist aber, dass Hugo nicht an andere Schweine gewöhnt ist und deswegen nur alleine gehalten werden kann“, erklärt die Schweinehalterin aus Ober-Ense. Damit fielen sowohl der Wildpark am Edersee, wo Schweine wie Hugo leben, weg als auch der Hutewald in Basdorf. „Auch die Idee, den teuren Zaun sponsern zu lassen, gab es“, sagt Karin Juhasz. Weil ihr aber die Wiese, auf der Hugo bisher lebte, nicht gehört, schied auch diese Variante aus.

Stressfreier Umzug

Die Lösung kam schließlich aus dem Nachbardorf. Mareile Bornemann vom Erlebnisbauernhof in Immighausen freundete sich mit Hugo an. „Nach Rücksprache mit dem Veterinäramt wurden Zaun und Hütte gebaut und nun ist alles bereit für Hugo“, freut sich Karin Juhasz. In der nächsten Woche soll Hugo nun umziehen. Der Weg ist nicht weit und geht es nach seiner Halterin, soll es für das Schwein möglichst stressfrei über die Bühne gehen.

„Ich werde Hugo erstmal mit dem Anhänger vertraut machen“, erzählt die Enserin. Denn da ist sie sicher: Nur weil das Schwein bisher so stressfrei gelebt habe, sei es zehn Jahre alt geworden. „Wenn es Hugo weiterhin so gut geht, dann schafft er noch zehn weitere Jahre“, sagt Karin Juhasz.

Und weil Hugo Kinder liebt, dürfte er sich in seinem neuen Zuhause pudelwohl fühlen: Auf dem Erlebnisbauernhof in Immighausen nämlich sind immer wieder Kindergruppen zu Gast, um das Landleben unter die Lupe zu nehmen. „Ich kann mein Glück kaum fassen“, sagt Karin Juhasz. Und eines dürfte für die Enserin feststehen: Auch künftig wird sie ihren Hugo besuchen, schließlich lebt er dann keine drei Kilometer entfernt.

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