Treffen in Korbach: Dank für die Ehrenamtlichen

Neujahrsempfang der Waldecker und Frankenberger Landfrauen

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Die Vorstände der Landfrauenbezirke in Waldeck und Frankenberg stoßen im Korbacher Bürgerhaus aufs neue Jahr an – von links: Ivonne Steinbach, Reinhilde Müller, Elfriede Spangenberg, Irene Mütze, die Waldecker Vorsitzende Elke Jäger, Referent Heinz Merl, die Frankenberger Vorsitzende Christa Rauhio, Eva Golde, Carola Zwickirsch, Iris Illian und Christel Schilke.

Korbach - Aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder der beiden Landfrauenbezirke kamen am Sonntag im Korbacher Bürgerhaus zusammen.

„Ohne das Ehrenamt würde die Gesellschaft nicht funktionieren“, betonte die Vorsitzende des Waldecker Landfrauenbezirks, Elke Jäger, beim Neujahrsempfang. Deshalb würdigte sie die Arbeit vieler Frauen in den Vorständen der einzelnen Vereine. Auch als kleines Dankeschön waren sie ins Bürgerhaus eingeladen.

Oft gehe das ehrenamtliche Engagement der Vorstände über das normale Maß hinaus, urteilte Jäger. Das gehe nicht ohne die entsprechende innere Einstellung. Und die Arbeit erfordere immer mehr. Nur: Gerade auf dem Land sei das Ehrenamt fürs kulturelle Leben unverzichtbar.

Jäger blickte aufs vorige Jahr zurück, das einen Papstwechsel und Wahlen gebracht hätte. Sie erinnerte auch an Wetterkapriolen. So sei es beim Landfrauentag zum Hessentag in Kassel extrem heiß gewesen. An dem Tag seien 15­000 Unterschriften zur Einführung des Fachs Hauswirtschaft an Schulen übergeben worden. Jäger rief auf, das neue Jahr optimistisch anzugehen und nicht zu viele gute Vorsätze zu fassen. Wichtiger sei, mit offenen Ohren und Augen durchs Leben zu gehen und niemanden zu verletzen.

Ihre Frankenberger Kollegin Christa Rauhio wünschte allen „Gesundheit, Freude am Leben und Zufriedenheit“ sowie für die Vorstandsarbeit „ein gutes Händchen“ und viel Spaß. Die Frankenberger Geschäftsführerin Eva Golde erinnerte daran, dass es bereits der 20. gemeinsame Empfang seit 1994 sei, nur der 1996 in der Ederstadt sei wegen Glatteises ausgefallen.

Die langjährige Vorsitzende des Waldecker Bezirks, Erna Niederquell, spannte den Bogen noch weiter: Bereits auf Initiative der Fürstin Helene hätten sich in Arolsen und Adorf „ländliche Frauenvereine“ gegründet. Lehrerinnen der drei Landwirtschaftsschulen in Waldeck hätten dann nach dem Zweiten Weltkrieg Landfrauenvereine ins Leben gerufen, der erste - und bis heute größte - sei 1948 in Adorf entstanden. „Das ist ein Segen für uns alle gewesen“, betonte sie. „Weiterbildung ist wichtig für uns.“ Einen wahren Gründungsboom habe es 1970/71 gegeben.

Traurig sei, dass inzwischen einzelne Vereine aufgehört hätten, weil sich kein Vorstand gefunden habe, sagte Niederquell. Der Wechsel müsse vorbereitet werden. „Schmeißen Sie die Flinte nicht ins Korn“, mahnte sie. Sie seit seit 65 Jahren aktiv, „ich könnte mir nicht vorstellen, ohne den Landfrauenverein zu leben“. Daher rief sie ihren Kolleginnen zu: „Werden Sie nicht müde, Landfrau zu sein - und bleiben Sie neugierig.“

Über die „Hanse gestern und heute“ und die Beziehungen Korbachs zu dem einst mächtigen Verbund von Kaufleuten referierte Heinz Merl, der langjährige Stadtführer und CDU-Fraktionschef hat sich für die Verleihung des Titels „Hansestadt“ an Korbach eingesetzt. Die musikalische Gestaltung des Empfangs übernahm die Familie Kleinhans-Koch mit Geige und verschiedenen Flöten.

In der Küche wirkten indessen Karin Stern, Birgit Laege und Ute Frese. Für den Blumenschmuck auf den Tischen hatte Jutta Sonneborn gesorgt. Nach dem Mittagessen gab es noch Kaffee und Kuchen - schließlich sollte der Austausch beim Empfang nicht zu kurz kommen. (-sg-)

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