Korbach/Lichtenfels

„Nicht kürzen bei den Kurzen“

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- Korbach/Lichtenfels (nv). Beim (Tisch-)Fußball zählt das gute Zusammenspiel der Mannschaft. Gleiches gilt für die Jugendarbeit in Lichtenfels und Korbach. Damit Mädchen und Jungen als Sieger vom Platz gehen, kooperieren beide Städte mit der Kirche.

„Die Stadt Lichtenfels arbeitet seit vielen Jahren mit dem Evangelischen Gesamtverband Eisenberg in puncto Jugendarbeit zusammen“, berichtet Bürgermeister Uwe Steuber beim Besuch des Jugendtreffs Nieder-Ense am Mittwochabend. Beide Partner teilen sich laut Steuber Personal- und Sachkosten. Für die Stadt belaufe sich die Summe auf rund 22 000 Euro pro Jahr. „Nicht kürzen bei den Kurzen“ – getreu dieses Mottos werde bei der Jugendarbeit trotz knapper Kassen auch künftig nicht gespart, verspricht der Rathauschef. „Wichtig ist, dass sich die Jugendlichen wohl fühlen.“

Den besten Beweis, dass ihnen das von Martina Heine und Claudia Vach zusammengestellte Programm gefällt, liefern die Jugendlichen Woche für Woche selbst. Ob Gruppen-, Projektarbeit oder Freizeiten – einige von ihnen sind seit Kindesbeinen an dabei. „Insbesondere die älteren unterstützen uns bereits ehrenamtlich, zum Beispiel bei der Kinder-Bibelwoche“, freut sich Martina Heine, dass ihre Arbeit „Früchte trägt“.

Früchte einer etwas anderen Art ernteten die Jugendarbeiterinnen, als sich vor einigen Jahren die Nachfrage aus den sieben umliegenden Korbacher Ortsteilen verstärkte. Bis dahin hatten Martina Heine und Claudia Vach alle acht Lichtenfelser Ortsteile betreut. „Zur Stärkung unserer Ortsteile gehört ein pädagogisch wertvolles Programm für unsere Jugendlichen dazu“, erläutert Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich den Bedarf. „Dieses Modell ist gelebte interkommunale Zusammenarbeit zum Wohl der Menschen in beiden Städten“, ergänzt Friedrich. Die Stadt unterstützt die Jugendarbeit daher in jedem Jahr mit 5000 Euro. „Dank dieser Förderung können wir das Angebot ausweiten“, beschreibt Steuber die „Win-Win-Situation“.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Freitag, 10. Dezember.

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