Goddelsheim

Ein Niederländer lebt im und mit dem Dorf

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- Lichtenfels-Goddelsheim (md). Frans van t‘Hek hat ein Faible für Lichtenfels. In Goddelsheim hat der Niederländer einen alten Bauernhof gekauft – und einen großen Garten, in der derzeit 30 Jugendliche aus den Niederlanden ihre Ferien verbringen.

„Ich packe gern selbst an“, sagt Frans van t‘Hek – und dass er diese Eigenschaft besitzt, ist gut, denn der Mann hat sich viel vorgenommen: Mitten in Goddelsheim hat der Niederländer vor drei Jahren einen alten Bauernhof gekauft, der auf einem rund 4800 Quadratmeter großen Grundstück steht, außerdem „für kleines Geld“ noch ein altes Haus, das direkt an den Hof angrenzt.

Sechs Jahre lang standen Fachwerkhaus und Scheune leer, jetzt ist wieder Leben eingekehrt, wochenweise sogar viel Leben: Denn Frans van t‘Hek gehört im niederländischen Almere einer Stiftung an, die Kinder aus sozial-schwachen Familien unterstützt. „Zum einen sorgen wir dafür, dass die Großstadtkinder Schwimmen lernen, was in Holland an der See ja sehr wichtig ist. Und zum anderen ermöglichen wir ihnen, eine Woche lang an einen Sommercamp teilzunehmen“, sagt der 46-Jährige und erklärt weiter: „Wer kann, zahlt für die Woche 35 Euro, wer das Geld nicht hat, zahlt nichts“.

Finanziert wird die Stiftung vor allem vom Staat; die Betreuer arbeiten ehrenamtlich, erklärt Frans van t‘Hek. Insgesamt drei Gruppen mit jeweils 30 Mädchen und Jungen reisen diesen Sommer für jeweils eine Woche aus Almere an, der siebtgrößten Stadt der Niederlande. Zum „Zomerkamp“ haben die Jugendlichen ihr großes Zelt im Garten von Frans van t‘Heck aufgeschlagen – übernachten wegen des häufigen Regens aber in Blockhäusern.

Viel Programm wird den Mädchen und Jungen jeden Tag geboten, das sie auch gern annehmen; Besuche an der Sperrmauer, im Tierpark, im Dorfmuseum oder an den Goddelsheimer Fischteichen gehören dazu, zählt van t‘Hek auf.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Freitag, 12. August.

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