Marsberg erhält 250 000 Euro zur Attraktivitätssteigerung des Diemelsees · Pläne auch auf hessischer

Nordufer wird attraktiver gestaltet

+
Die Attraktivität rund um den Diemelsee soll auf westfälischer Seite gesteigert werden. So wird der Rundweg am Ausgleichsweiher in Zukunft barrierefrei zu begehen sein.

Diemelsee/Marsberg - Ufer- und Staumauerbereich am Diemelsee werden für 250 000 Euro aus einem Förderprogramm aufgewertet - allerdings nur auf westfälischer Seite. In der Gemeinde Diemelsee gibt es Pläne, Bereiche rund um den See attraktiver zu gestalten.

Für die Sauerland-Seen Bigge-, Lister-, Henne-, Möhne- und Sorpesee wurden in den vergangenen Monaten bereits umfangreiche Umgestaltungen beschlossen - jetzt folgt mit dem Diemelsee der letzte in dieser Reihe. Aus dem Förderprogramm „Regionale 2013“ erhält die Stadt Marsberg 250 000 Euro für Baumaßnahmen rund um das Nordufer auf der westfälischen Seite des Sees.

Barrierefreier Rundweg

Da es sich um ein Strukturförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen handelt, wird die Gemeinde Diemelsee zumindest finanziell nicht profitieren. Doch eine verbesserte Infrastruktur im Nordbereich des Stausees sei auch für die Touristen auf der hessischen Seite von Vorteil, sagt Maike Breuker von der Tourist-Info Diemelsee: „Wir sind ein See und unsere Gäste sehen die Landesgrenzen nicht.“

Für die Verwendung der 250 000 Euro hat die Stadt Marsberg bereits konkrete Pläne. So soll der vorhandene Rundweg um den Ausgleichsweiher unterhalb der Staumauer barrierefrei gestaltet werden. Zudem sind dort ein Aussichtspunkt und Ruhebänke geplant.

Der Platz am Fähranleger soll für ankommende Gäste durch einen als Promenade ausgebauten Spazierweg attraktiver gestaltet werden. So wird der Fußgänger- deutlich vom Autoverkehr getrennt. Außerdem wird der Verbindungsweg zwischen dem Fähranleger und der Staumauer entlang der Landesstraße 800 verbessert. Ein Geländer soll in Zukunft die Leitplanke ersetzen, auch hier entstehen Aussichtspunkte. Außerdem sind neue Informationstafeln geplant, die Hinweise zu Sehenswürdigkeiten sowie Wander- und Radwegen in der Region liefern sollen. „Wir freuen uns, dass wir mit diesem Projekt die touristische Infrastruktur deutlich aufwerten können“, sagt Maria Lindemann von der Stadt Marsberg.

Hängebrücke zur Halbinsel

Zudem wird betont, dass seit Beginn des Regionale-Prozesses eine enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der Gemeinde Diemelsee herrsche. Dass dies auf touristischer Ebene der Fall ist, bestätigt Maike Breuker. Und so gebe es auch vonseiten der Gemeinde Pläne zur Aufwertung des Uferbereichs auf hessischer Seite. Unter anderem stehe eine Verschönerung der Promenade zwischen Strandbad und „Göbels Seehotel“ zur Debatte. Diskutiert werde zum Beispiel über die Beleuchtung.

Eine weitere Idee sei eine Hängebrücke vom Ufer zur sogenannten Liebesinsel. Entlang der Promenade könnten außerdem in Zukunft Sport- und Spielgeräte angebracht werden. „Das sind bislang allerdings nur Überlegungen“, erklärt Maike Breuker. Dass immer nach Möglichkeiten zur Attraktivitätssteigerung gesucht werde, zeige der Umbau des Hauses des Gastes.

Kommentare