Mitarbeiter des Bauhofs und der Straßenmeisterei in Korbach sind gerüstet für Schnee und Glätte

Den Normalfall gibt es im Winter nicht

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Marcus Vasholz (l.) und Karl-Friedrich Brand von der Straßenmeisterei sind auf den anstehenden Winter vorbereitet. In der Halle im Hintergrund lagern 600 Tonnen Streusalz. Foto: Tobias Treude

Korbach. - Die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Korbach haben die ersten Streueinsätze schon hinter sich. Und auch beim Bauhof der Hansestadt herrscht Rufbereitschaft. Die Winterdienste sind gerüstet.

Zugefrorene Autoscheiben, stellenweise Glätte auf den Straßen: Der Winter hat seine Vorboten bereits entsandt. Da ist es praktisch, dass die zuständigen Winterdienste in Korbach bereits gerüstet sind. Ob die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs oder der Straßenmeisterei, die Vorbereitungen auf die kalte Jahreszeit laufen seit mehreren Wochen. Das vorläufige Fazit von Heinrich Westmeier, stellvertretender Bauhofsleiter, und Marcus Vasholz von der Straßenmeisterei Korbach lautet daher gleichermaßen: „Der Winter kann kommen.“

Berufsverkehr soll rollen

Beim Korbacher Bauhof gilt für die 50 Angestellten seit dem 28. Oktober die Winterdienstbereitschaft. Bislang mussten sie noch nicht ausrücken, die 200 Tonnen Trockensalz lagern noch unberührt im Homberger Weg. Fällt der erste Schnee, werden ab halb vier Uhr morgens in der Kernstadt zunächst die Hauptstraßen geräumt und gestreut - damit der Berufsverkehr auch rollen kann. Dann steht die Schulwegsicherung an: Bürgersteige, Fußgängerüberwege und Bushaltestellen werden von der weißen Pracht oder auch dem grauen Matsch befreit. Zum Schluss kommen Fußgängerzone und Nebenstraßen.

Erstes Salz bereits gestreut

Im Zuge der Sparmaßnahmen der Stadt Korbach übernehmen die Mitarbeiter des Bauhofs künftig auch den Winterdienst in Lengefeld, Lelbach und Rhena. Für ein Durchkommen auf verschneiten Straßen sorgten dort bisher - wie in den anderen Korbacher Ortsteilen auch weiterhin - Landwirte. „Bei der Sicherheit der Bürger gibt es keine Kompromisse“, macht Friedhelm Schmidt, Leiter des Eigenbetriebs Technische Dienste, deutlich, dass unter den Veränderungen die Qualität nicht leiden soll.

Kleine Veränderungen stehen auch bei der Straßenmeisterei in Korbach an. Die 20 Mitarbeiter dort sind für insgesamt 320 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen zwischen Willingen, Herzhausen, Freienhagen und Hillershausen zuständig. Neu im Plan ist zum Beispiel die K 58 zwischen Lengefeld und Lelbach. Das sei aber keine große Umstellung, so Marcus Vasholz von der Straßenmeisterei.

Am Montagmorgen mussten die Männer in den orangefarbenen Jacken das erste Mal in dieser Wintersaison Salz streuen. Das sei so früh vor allem an den typischen Gefahrenstellen wie zum Beispiel im Bereich der Kläranlage in Richtung Herzhausen, im Epper Grund oder in Richtung Strothe notwendig. In höheren Lagen wie zwischen Usseln und Willingen gibt es eigens Glättemeldeanlagen. Um Frost und Schnee Herr zu werden, warten in Korbach 600 Tonnen Trockensalz auf ihren Einsatz, die gleiche Menge liegt auch im Lager in Usseln. Dazu kommt flüssiges Magnesiumchlorid, das mit dem Trockensalz vermischt wird.

Anstrengender Beruf

„Der Beruf ist körperlich und psychisch anstrengend“, sagt Vasholz. Mit einem vier Meter breiten Pflug auf teils engen Straßen zu fahren - das Ganze im starken Schneetreiben - könne Nerven kosten. Deshalb bittet er Auto- und Lkw-Fahrer um Verständnis für die Arbeit. Das würden die meisten auch mitbringen, „doch es gibt auch immer uneinsichtige Verkehrsteilnehmer“.

Im Normalfall sollen die 320 Straßenkilometer innerhalb von drei Stunden geräumt sein. Doch, auch da sind sich Heinrich Westmeier und Marcus Vasholz einig, den Normalfall gibt es im Winterdienst nicht.

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