Lichtenfels

Ortsdurchfahrt ist offiziell wieder frei

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- Lichtenfels-Sachsenberg (md). Lange mussten die Sachsenberger mit Straßenbauarbeiten leben – inzwischen rollt der Verkehr wieder. Gestern wurde die neu asphaltierte Straße offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Die Landesstraße 3076 innerhalb der Sachsenberger Ortschaft zu erneuern, war kein einfaches Unterfangen. Bereits 1996 war festgestellt worden, dass die Kanalisation unter der Landesstraße marode war und erneuert werden musste. 2002 stellte die Stadt Lichtenfels einen Förderantrag beim Land Hessen; die Kosten für die Erneuerung der Kanalisation seien damals mit 1,2 Millionen Euro angesetzt worden, erinnerte Bürgermeister Uwe Steuber. Doch Anlieger waren mit den Plänen nicht einverstanden; es folgten in den Jahren 2008 und 2009 viele Diskussionen, Anliegerversammlungen und Protestaktionen „gegen weitere Verschuldung von Bürgern und Stadt“, wie Anlieger es damals formuliert hatten (wir berichteten).

Am 10. Mai 2010 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, am 31. August 2011 die Straßensperrung offiziell wieder aufge­hoben, fasste der Lichtenfelser Rathauschef die lange Arbeitsphase kurz zusammen. Er dankte den Sachsenbergern, vor allem den an der Ortsdurchfahrt ansässigen Geschäftsleuten, für ihre Geduld. Aufgrund der Anliegerproteste wurden schließlich deutlich geänderte Pläne ausgeführt: So wurde kein Bus-Unterstand für Schulkinder gebaut; auch der Gehweg, den die Anlieger anteilig mitfinanzieren müssen, sei deutlich schmaler ausgefallen, als bei der ersten Planung vorgesehen, dafür sei die Straße breiter, erklärten Uwe Steuber und Rudolf Krug von der zuständigen Planungsfirma.

Insgesamt haben die Arbeiten an Kanal, Wasser und Straßenbau 2,7 Millionen Euro gekostet. Davon flossen 1,1 Millionen in die Kanalsanierung, die vom Land mit 500 000 Euro bezuschusst wurde. Die Kosten für die Erneuerung der Wasserleitungen liegen bei rund 530 000 Euro. Die Gehwege kosten rund 400 000 Euro, wovon das Land 150 000 Euro trägt und nach Angaben von Bürgermeister Steuber rund 190 000 Euro auf die Anlieger umgelegt werden. Die Kosten in Höhe von mehr als 700 000 Euro für die Asphaltdecke trägt das Land Hessen, erklärte Rolf-Reiner Lescher, Sprecher des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen (ASV). Um für eine Verkehrsberuhigung auf der neuen Durchfahrtsstraße zu sorgen, sollen Autos nicht halb auf dem Gehweg parken, sondern ganz am Rande der Straße, sagte Steuber.

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