Mittelpunktschule Goddelsheim empfängt 19 französische Austauschschüler

Paris und Lichtenfels im Vergleich erleben

19 französische Austauschschüler und ihre Pendants von der Goddelsheimer MPS entdecken Lernen und Leben im Nachbarland. Foto: Wilhelm Figge

Goddelsheim - Eine Woche verbringen Schüler des Pariser Collège Daniel Féry an der Mittelpunktschule Goddelsheim und lernen dabei die Region kennen.

Vom 11. bis 18. März waren Goddelsheimer Schüler der siebten bis neunten Klassen zu Gast am Collège Daniel Féry im Pariser Vorort Limeil-Brévannes. Nachdem sie in der Seine-Metropole Sehenswürdigkeiten wie den Louvre oder den Eiffelturm besichtigten, sind nun im Gegenzug 19 französische Schüler zu Gast in Lichtenfels. Auf das ungleich ländlichere Umfeld weist beim Empfang Bürgermeister Uwe Steuber hin, der gerade selbst aus Frankreich zurückgekehrt ist: „Auf der halben Pariser Fläche verteilt Lichtenfels 4100 Einwohner.“ Schmunzelnd wünscht er den Gästen viel Freude inmitten von „Füchsen, Hasen und Rehen“.

Nicht nur Goddelsheimer Unterricht und Natur sollen die Gäste genießen, auch Sehenswürdigkeiten der Region: gestern ging es ins Goldhäuser Bergwerk, heute dann zusammen mit den Goddelsheimer Schülern nach Marburg und ins Mathematikum in Gießen.

Den Edersee besuchen die Franzosen am Montag: Von Basdorf geht es über den Knorr­eichenstieg nach Scheid, per Schiff dann zur Schlossbesichtigung nach Waldeck. Eine gemeinsame Fete rundet den Schüleraustausch ab, an dem manche der Jugendlichen schon zum zweiten oder dritten Mal teilnehmen.

„Nicht nur kulturelle Unterschiede, auch der Gegensatz zwischen Stadt- und Landleben ist bei unserem Schüleraustausch interessant“, erklärt Französischlehrerin Beate Nagy. „Auch dass er jährlich stattfindet, zeichnet uns aus“, erläutert Hilde Bohl, die zusammen mit Beate Nagy für den vor 27 Jahren von Irmgard Müller initiierten Austausch verantwortlich ist. Als dritte im Bunde war Claudine Hartmann ein letztes Mal mit in Frankreich. Auf französischer Seite begleiten Aurélie Florsch und bereits seit zehn Jahren Anne-Sophie Gorjao die Schüler beim Entdecken des Nachbarlands. Von Wilhelm Figge

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