Einstimmes Votum für Haushalt

Parlamentarier in Diemelsee beschließen Gebührenanpassung

Diemelsee - Das Wasser in der Gemeinde Diemelsee wird billiger, die Friedhofsgebühr teurer: Das beschlossen die Gemeindevertreter einstimmig und reagierten damit auf die Entwicklung der Gebührenhaushalte. Während der Gemeindevertretersitzung am Freitag stimmen sie außerdem ohne Gegenstimmen für den Haushalt.

Die Rechnung geht nicht auf: Rund 92 000 Euro fehlten der Gemeinde Diemelsee 2012 im Bestattungswesen. Die Ausgaben für die Friedhöfe waren wesentlich höher als die Einnahmen. „Nur etwa 30 Prozent der Kosten werden durch Gebühren gedeckt“, erklärte Diemelsees Bürgermeister Volker Becker am Freitag. Weil Gebührenhaushalte aber ausgeglichen sein sollten, mahnte die Revision des Landkreises bei einer unvermuteten Kassenprüfung das Defizit an und empfahl eine dringende Anpassung der Gebühren. Dem kommt die Gemeinde nun nach: Einstimmig beschlossen die Parlamentarier die Erhöhung der Friedhofsgebühren um 20 Prozent. Das führe zu Mehreinnahmen von rund 16 000 Euro im Jahr, befand der Bürgermeister. „Eine Gebührenerhöhung unter Einbeziehung einer vollständigen Kostendeckung sollte nicht erfolgten“, befand er. Rückwirkend zum 1. Januar werden die Gebühren erhöht. Anders sieht es bei der Wasserversorgung aus: Einen Überschuss von rund 166 000 Euro erwirtschaftete die Gemeinde dort im vergangenen Jahr. 
„Mit diesem Geld dürfen wir allerdings nicht irgendwelche Löcher stopfen“, erklärte der Bürgermeister, „es wird eine Rücklage gebildet, aus der Geld genommen wird, sollte der Gebührenhaushalt mal nicht ausgeglichen sein“. Weil die Gebühren aber nicht über den tatsächlichen Kosten liegen dürfen, beschlossen die Gemeindevertreter eine Senkung der Wassergebühr von 2,85 Euro auf 2,45 Euro pro Kubikmeter. Rund 100 000 Euro weniger nimmt die Gemeinde dadurch ein.Bürgermeister Volker Becker erinnerte aber daran, dass im Bereich der Wasserversorgung hohe Investitionen ins Haus stünden – wie etwa in Flechtdorf und Stormbruch. Auch der neue Hochbehälter Egge wird die Gemeinde rund drei Millionen Euro kosten. Becker kündigt an: „Das belastet das Produkt Wasserversorgung natürlich.“ (resa)

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