Eingeschränkte Öffnungszeiten in der Filiale

Personalnot bei Postbank: Korbacher sind verärgert – Unternehmens-Sprecherin bittet um Verständnis

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Korbach. Weil die Postbank-Filiale wegen Personalaufalls in dieser Woche zeitweise geschlossen ist, stehen die Korbacher dort häufig vor verschlossenen Türen (wir berichteten). Da das Finanzcenter auch die Brief- und Paketdienste der Post und ihrer Konzerntochter DHL übernommen hat, ist der Ärger besonders groß.

Postbank-Sprecherin Iris Laduch-Reichelt bittet um Entschuldigung und erklärt: „Leider ist die personelle Situation in unserer Filiale in Korbach aufgrund von Personalausfällen aktuell sehr angespannt. Dadurch konnten wir die Filiale in der letzten Zeit nicht immer regulär öffnen. Unsere Personalplanung versucht mit allen Möglichkeiten, derartige Engpässe aufzufangen.“ 

Keine Prognose 

In der laufenden Woche sind die Öffnungszeiten der Filiale stundenweise reduziert: Am Freitag und Samstag ist die Filiale über Mittag geschlossen. „Unter Nutzung aller uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten konnten wir weitere längere Schließungen in dieser Woche verhindern“, erklärt Laduch-Reichelt. 

Zu den Öffnungszeiten der kommenden Wochen könne leider noch keine Prognose abgegeben werden. Die Sprecherin: „Sobald sich die personelle Situation entspannt hat, öffnet die Filiale wieder regulär.“ Für die Bargeldversorgung stünden Postbank-Kunden zusätzlich zum Finanzcenter die Geldautomaten der Cash-Group sowie die Auszahlungsstellen bei den Agenturen der Deutschen Post zur Verfügung. 

Durch den Umbau von Filialen, aber auch krankheits- und urlaubsbedingt könne es zu temporären Schließungen von Filialen kommen, nicht zuletzt aufgrund des Vier-Augen-Prinzips, das für den Betrieb einer Postbank-Filiale vorgeschrieben sei. Laduch-Reichelt: „Tatsächlich war dies in den vergangenen Wochen über das gesamte Bundesgebiet verteilt immer wieder einmal der Fall.“ Die Postbank bemühe sich, die Schließungen auf ein Minimum zu reduzieren. „Hierbei setzt die Postbank auch auf die konstruktive Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Verdi.“ 

Das 1978 als Hauptpostamt erbaute Gebäude wird indes für 1,8 Millionen zum Kauf angeboten. Auf den Fortbestand der Postbankfiliale habe dies aber keine Auswirkungen, erklärt die Sprecherin: Unter der Regel „Kauf bricht Miete nicht“ sei eine Veränderung bei den Eigentumsverhältnissen für die Postbank als Mieter nur von nachrichtlicher Bedeutung. „Die Postbank hat aktuell und mit Blick auf den bestehenden langfristigen Mietvertrag keine Absichten, den Standort in Korbach zu ändern oder gar aufzugeben.“ Im Gegensatz zu einigen Wettbewerbern wolle der Konzern das flächendeckende Filialnetz effizient erhalten.

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