Fast 100 Kinder machen sich bei der ökumenischen Kinderbibelwoche in Korbach auf spannende Spurensuc

Peter Pinguin erzählt von der Liebe

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Peter Pinguin hat die Liebe gefunden: Oliver Merhoff gehört zum großen Team bei der Kinderbibelwoche, das sich mit rund 100 Kindern auf Spurensuche in der Bibel macht.

Korbach - Langeweile in den Herbstferien? Die kennen die rund 100 Korbacher Kinder im Gemeindehaus St. Marien nicht. Noch bis Freitag entdecken sie bei der ökumenischen Kinderbibelwoche mit Peter Pinguin alte Schriften, die Liebe und neue Melodien.

Hinter der Bühne kracht es, es scheppert und raschelt. Fast 100 Paar Kinderaugen suchen den Raum ab, streifen Kerze und Holzkreuz, mal fremde und mal bekannte Gesichter und bleiben dann an einer eigenartigen Figur hängen: Peter Pinguin. Der stolpert auf die Bühne, sieht erst ein bisschen traurig aus und stellt dann eine einfache Frage: „Meint ihr, Gott hat mich lieb?“. Die fast 100 Kinder im Saal zögern nicht und schreien laut: „Ja“. Und damit haben die kleinen Besucher der ökumenischen Kinderbibelwoche in St. Marien schon am ersten Tag das verstanden, was sich die vielen fleißigen Mitarbeiter für die Kinder wünschen. Wie zur Bestätigung drückt Pfarrerin Christel Wagner dem Pinguin ein großes rotes Herz in die Hand. „Gott hat jeden von uns lieb“, sagt sie. Und das ist auch das Thema der Woche: „Kibiwo auf Eis - Gottes Liebe ganz schön heiß“.

Mit der Resonanz seien die Mitarbeiter der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde in Korbach sehr zufrieden, sagt Christel Wagner später. Schließlich sind fast 100 Kinder zwischen vier und zwölf Jahren gekommen - zum Singen, Basteln, Spielen und Entdecken. Jeden Tag nehmen sie dabei einen anderen Aspekt unter die Lupe. „Erst geht es darum, dass die Kinder verstehen, dass Gott sie lieb hat, auch dann, wenn sie sich mal danebenbenehmen“, sagt die Pfarrerin. Um eigene Identität und Selbstsicherheit dreht sich der zweite Tag - zumindest würden Erwachsene das so nennen. Für die Kinder werden diese Themen altersgerecht in fünf Gruppen aufgearbeitet.

Am Donnerstag nehmen Kinder und Mitarbeiter dann den Nächsten und den Nachbarn ins Blickfeld: „Auch sie hat Gott lieb“, sagt Christel Wagner, „auch wenn wir sie gerade doof finden.“ Diese Einsicht könne das Miteinander der Menschen verändern. Zum Vertiefen dieser Einsichten wird gebastelt, gespielt und diskutiert. Zwischendurch gibt es lustiges Gebäck zum Stärken: Waffeln mit Eis, Kuchen, der wie Eisschollen aussieht, und Plätzchen, die verdächtig an Pinguine erinnern.

Bis Freitag sind Kinder zwischen vier und zwölf Jahren in St. Marien willkommen - auch die Teilnahme an einzelnen Tagen ist möglich. Los geht es jeden Tag um 14.30 Uhr, um 17 Uhr enden die Aktionen. Zum Abschlussgottesdienst am Freitag, 16 Uhr, in St. Marien sind alle Interessierten herzlich willkommen.

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