Sachsenberg:

Pferdestärken faszinieren

- Lichtenfels-Sachsenberg. Wer ist der beste Schlepperfahrer? Diese Frage klärten die Sachsenberger am Samstag beim Geschicklichkeitsfahren. Wie anmutig Pferdestärken daherkommen können, bestaunten die Gäste beim Kutschenkorso.

Schon als sich die 31 Traktoren am Marktplatz mit knatternden Motoren auf den Weg zum Reiterhof Mees am Steinberg machen, werden bei vielen Sachsenbergern lieb gewonnene Erinnerungen geweckt. Das Schleppergeschicklichkeitsfahren gehörte von 1966 bis 1988 zu den Attraktionen des Jahresprogramms. Als der Sommermarkt in die Stadtmitte umzog, fehlte jedoch der Platz für den Wettbewerb (wir berichteten). „2012 feiern wir 750 Jahre Stadtrechte“, berichtet Volker Mees, Vorsitzender des Reitvereins. Beim Aktionstag „Getreideernte gestern und heute“ am 18. August wollen die „Oberlenker-Freunde“ sowohl ihre historischen Maschinen präsentieren als auch die Tradition des Geschicklichkeitsfahrens wieder beleben. Da der Wettbewerb laut Mees gut zum Kutschenkorso des Reitvereins passe, haben sich die Sachsenberger für ein gemeinsames Fest entschieden. Dabei stehen am Samstagnachmittag zunächst die tierischen Pferdestärken im Blickpunkt: 16 Kutschen aus der gesamten Region starten unter Leitung von Thomas Poroffscheck zu einer rund zweistündigen Ausfahrt Richtung Orke. Von der Ponykutsche bis zum stattlichen Zweispänner ist alles dabei. Auf dem Kutschbock nehmen an diesem herrlichen Herbsttag selbst Hunde gern Platz. Zurück auf dem Hof bekommen alle eine Erinnerungsplakette an den dritten Sachsenberger Kutschenkorso und lassen den Tag in geselliger Runde ausklingen. „Kutscher sind ein sehr gemütliches Volk“, lächelt Mees.

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