Mitte August Baubeginn für den neuen Kampfrichterturm

Pils trinken bringt 45.000

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45 000 Euro von Warsteiner, darauf ein Bierchen (von links): Verkaufsleiter Thomas Wulfert, Jürgen Hensel, Warsteiner-Gesellschafterin Catharina Cramer, Wilhelm Saure, Warsteiner-Pressesprecherin Christiane Willeke und SCW-Pressechef Dieter Schütz.

Willingen - Damit hatte keiner gerechnet. Die Aktion „Warsteiner trinken, Weltcup sichern“ zum Erhalt des Willinger Skispringens hat 45?000 Euro eingebracht.

„Es ist ein Wahnsinn“, erklärte Catharina Cramer, die geschäftsführende Gesellschafterin der Warsteiner Brauerei. „Ich bin richtig sprachlos“, staunte Jürgen Hensel, Präsident des SC Willingen, bei der Scheckübergabe.

Von April bis Ende Mai gin-?gen für jedes in insgesamt 29 Gastronomiebetrieben getrunkene Glas Warsteiner Premium Pils zehn Cent in die vom SCW angeschobene Aktion „Bausteine für den Mühlenkopf“. Die Brauerei hatte abschließend die gut 40.000 Euro aufgerun-det. Der Internationale Skiverband hatte den Fortbestand des Weltcup-Skispringens vom Neubau eines Kampfrichterturms abhängig gemacht. Kosten in Verbindung mit einer festinstallierten Flutlichtanlage: 1,8 Millionen Euro. Mittlerweile sind 726 Bausteine ab 20 Euro aufwärts gekauft worden. Stand gestern brachte das 88.290 Euro in die Kasse. „Unsere Aktion läuft bis zur Fertigstellung der Anlage weiter“, erklärte Hensel. Mit den insgesamt 133.290 Euro hat der Ski-Club die sich selbst gesetzte „Hausnummer“ von 100.000 erreicht. „Das ist die jährliche Pacht für die mobile Flutlichtanlage“, so der SCW-Chef, „uns war klar, dass wir etwa diese Summe aufbringen müssen“.

Der dickste Batzen der 1,8 Millionen kommt aus Wiesbaden. „Wir haben es schriftlich, dass wir bauen dürfen“, sagte Hensel. Die konkrete Summe wurde mündlich mitgeteilt, „aber die darf ich nicht verraten“. Zehn Prozent des Landeszuschusses muss der Kreis beisteuern, dazu kommen die Anteile von der Gemeinde und eben die „Bausteine“ vom Ski-Club. Hensel: „Die Finanzierung steht.“

Mitte August sollen die ersten Bagger rollen, die Ausschreibungen für die Baumaßnahmen sind längst raus. Die Bauanträge sind vom Landkreis zwar noch nicht zurück, aber mit der Genehmigung für den Kampfrichterturm rechnet Hensel in der nächsten Woche. Ziel ist es, ab Mitte Dezember mit dem Innenausbau zu beginnen.

Wilhelm Saure unterstrich noch einmal die Bedeutung des Weltcups. „Er ist das Hauptstandbein des Ski-Clubs“, erklärte der SCW-Präsident, „ohne ihn würde die Finanzierung des Sports, der Trainer und auch die Tilgung der Sportstätten nicht funktionieren.“ Nun ist es realistisch, dass die Weltelite der Skispringer nicht nur am 9./10. Februar 2013 wieder perfekte Bedingungen vorfindet. Darauf stießen die Vertreter von Ski-Club und Warsteiner an.

(ni)

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