Mündener Ortsbeirat über Pläne zum neuen Hochbehälter und zur alten Schule

Platz für 200 Kubikmeter Wasser

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Lichtenfels-Münden - Gleich drei alte Objekte in Münden sollen ersetzt oder saniert werden. Über die Planungen für den Hochbehälter, die ehemalige Dorfschule und eine Brücke informierte der Ortsbeirat die Einwohner.

1931 wurde der Hochbehälter in Münden für die Wasserversorgung gebaut. Nach Ostern will der Wasserbeschaffungsverband Eisenberg den alten Bau abreißen und durch neue Tanks ersetzen lassen. Das erklärte Ortsvorsteherin Angela Scheuermann. Bisher gab es zwei Tanks, die jeweils 50 Kubikmeter Wasser fassten, in Zukunft sind es zweimal 100 Kubikmeter - ein Tank für die Trinkwasserversorgung, einer für das Löschwasser. Die Größe richte sich nach den Spitzenwerten der vergangenen Jahre.

Der Neubau wird 400 000 Euro kosten, wobei die Stadt Lichtenfels ein zinsloses Darlehen über rund 230000 Euro vom Land Hessen erhält, wie Bürgermeister Uwe Steuber gegenüber WLZ-FZ erklärte. Eine Sanierung des maroden Hochbehälters sei nicht wirtschaftlich. Mit einem höheren Wasserpreis müssen die Bürger nicht rechnen. „Zudem wird es während der Bauphase einen Übergabeschacht geben, um die Wasserversorgung sicherzustellen“, so Angela Scheuermann. Der Schriftzug „Wasserwerk Münden 1931“ soll erhalten bleiben.

Eine andere Baustelle bildet die alte Dorfschule. Diese ist Teil des Projektes „Perspektiven Kellerwald-Edersee“, in dem leer stehende, für den Ort aber prägende Gebäude wieder mit Leben gefüllt werden sollen. Ziel ist es, aus der Schule, die 1893 gebaut wurde, eine Anlage für betreutes Wohnen zu machen. Dafür muss sich allerdings ein Investor finden.

Der Kaufpreis liegt bei 99 000 Euro, die Sanierungskosten bei fast 1,4 Millionen Euro. Für ein Altenheim sei zum Beispiel ein Fahrstuhl notwendig, zudem müsse das Gebäude vor allem energetisch saniert werden, erklärt die Mündener Ortsvorsteherin. „Es ist kein leichtes Unterfangen, das Haus zu verkaufen, aber es wäre schön, wenn wieder Leben reinkommt.“

Außerdem hofft Angela Scheuermann, dass bald ein Gutachten für die marode Brücke über der Aar erstellt wird. Ein Ingenieurbüro hat die Brücke untersucht und zahlreiche Korrosionsschäden festgestellt. Schilder weisen bereits darauf hin, dass die Brücke nur bis zu einem bestimmten Gewicht befahrbar ist. Eine Bau-Konstruktion soll vorerst dafür sorgen, dass sich die Fahrer auch daran halten müssen.

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