Heimgeleuchtet

Politische
 Dopingproben

Korbach - Nun ist es raus, obwohl wir Sportfans zwischen Meineringhausen und Eppe das nie für möglich gehalten haben wollen: Ausgerechnet eine deutsche Skijägerin war wohl mit verbotenem Stimulans auf den Brettern in Sotschi unterwegs.

Wohlgemerkt: Der erste deutsche Fall bei Olympischen Winterspielen überhaupt. Auch wenn nichtsahnende Agentur-Journalisten, die selbst in der redaktionellen B-Probe nicht zwischen „die Stimulanz“ und „das Stimulans“ unterscheiden konnten, wieder einen alten Hut hervorzauberten. Denn der reflexhaft genannte alte Eishockey-Crack Alois Schloder aus Landshut war weiland 1972 in Sapporo eben doch kein Dopingsünder und wurde später rehabilitiert. Am Ende stellte sich nämlich heraus, dass der eigene Mannschaftsarzt dem kränkelnden Kufenkünstler ein Mittelchen mit verbotenem Stimulans verabreicht hatte.Angesichts der für alle Sportler angeblich schockierenden neuen Doping-Nachricht stellt sich für mich ohnehin eher die Frage, ob in Sotschi nicht auch erstmals Politiker zu Dopingtests verpflichtet werden sollten. Mit einer positiven A-Probe ließe sich vielleicht der aufgeputschte russische Problembär Putin dauerhaft aus dem politischen Wettbewerb ziehen. Jüngste 
Urinproben aus dem Korbacher Stadtparlament sollen hingegen höchstens Auffälligkeiten bei Hopfen und Malz ergeben haben …

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