Haitham Shekhoo arbeitet im Korbacher Rathaus als Übersetzer und Kontaktperson

Ein Praktikant aus Aleppo

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Haitham Shekhoo absolviert ein dreimonatiges Praktikum in der Korbacher Stadtverwaltung. Foto: Kobbe

Korbach. Landsleuten erklärt er den Weg zur Sporthalle, anderen Arabisch sprechenden Flüchtlingen, was es mit dem Putzplan in ihrer Unterkunft auf sich hat. Haitham Shekhoo organisiert Termine für die Kleiderausgabe und übersetzt Briefe an Ämter und Behörden.

„Kein Problem“, sagt er, nimmt an einem Schreibtisch Platz, schaltet den PC an und lädt sich dafür eine Tastatur mit den 28 Buchstaben des arabischen Alphabets auf den Bildschirm. 

 Der 23-jährige Syrer absolviert seit Anfang des Monats ein Praktikum im Sozialamt der Stadtverwaltung. Nachmittags arbeitet er, 15 Stunden in der Woche, im Rathaus, vormittags lernt er im Sprachunterricht. 14 Monate ist Haitham Shekhoo, den alle Janni nennen, in Deutschland. Sein Fluchtweg führte ihn durch die Türkei, wo er als illegaler Einwanderer drei Monate inhaftiert wurde, und Griechenland in die Bundesrepublik.

In der Nähe der seit Sommer 2012 umkämpften Stadt Aleppo im Norden Syriens ist er aufgewachsen, dort studierte an einer privaten Hochschule Ökonomie und hatte vor, einmal im Management eines Unternehmens zu arbeiten. Der Bürgerkrieg in seiner Heimat durchkreuzte diese Pläne.

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