Kooperation mit Uni Göttingen

Vom Hörsaal in die Praxis: Korbacher Krankenhaus bildet neue Ärzte aus

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Bei einer Ultraschalluntersuchung: Medizinstudent Sebastian Völkel (26) absolviert einen Teil seines Praktischen Jahres im Stadtkrankenhaus Korbach. Derzeit arbeitet er in der Abteilung für Innere Medizin.

Korbach. Am Korbacher Stadtkrankenhaus können seit 2012 Medizinstudenten ihr Praktisches Jahr (PJ) absolvieren: Die Klinik ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen.

Den weißen Kittel darf er schon überziehen, fertiger Arzt ist er aber noch nicht: Sebastian Völkel trägt das Gel für die Ultraschalluntersuchung auf und bewegt dann vorsichtig den Sensor über die Haut des Patienten. Der Raum ist abgedunkelt, damit er das Bild auf dem Monitor besser sehen kann. Der 26-Jährige Medizinstudent absolviert einen Teil seines Praktischen Jahres im Stadtkrankenhaus Korbach. 

Probieren geht bekanntlich über Studieren: Nach vielen Semestern in Hörsälen und Seminarräumen, verbringen Medizinstudenten ihr letztes Ausbildungsjahr in der Praxis. So lernen sie, die Theorie im medizinischen Alltag anzuwenden. Als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen bietet das Stadtkrankenhaus angehenden Ärzten die Chance, das Praktische Jahr (PJ) in Korbach zu absolvieren.

Wie er die Bilder des Ultraschalls interpretiert, hat Völkel schon an der Uni gelernt. „Da haben wir aber immer eindeutige Bilder gezeigt bekommen. Das wahre Leben ist aber nicht so.“ Da wahre Leben, das liegt vor ihm auf der Behandlungsliege. Dr. Hermann Meiburg aus der Abteilung für Innere Medizin schaut deshalb noch einmal über den Befund. Völkel hat offenbar alles richtig gemacht. „Ultraschall ist ein gutes Verfahren für PJler“, sagt Meiburg. „Es birgt kein Risiko und man kann die Untersuchung wiederholen, wenn es nicht funktioniert hat.“

Mehr über die Ärzte-Ausbildung am Korbacher Stadtkrankenhaus lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung vom 23. August 2016.

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