Diemelseer FDP will Gemeinde attraktiver für Einwohner und Gäste machen

Private Investoren einbinden

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Auch beim Ausbau des Tourismus am Diemelsee setzt der FDP-Ortsverband auf private Investoren und die Initiative heimischer Unternehmer. Sie sollen die Gemeinde attraktiver machen.Foto: Archiv

Diemelsee - Die Diemelseer FDP hat ein 6-Punkte-Programm vorgelegt. Ziel: private Investoren sollen die Attraktivität der Gemeinde steigern.

Bei einem Treffen des FDP-Ortsverbands legten der Fraktionsvorsitzende im Gemeindeparlament, Reinhard Kalhöfer-Köchling, und der Vorsitzende Fritz Heinrich Rest das Programm vor. Es soll die Attraktivität in der Großgemeinde sichern und weiter auszubauen. Dafür sollen neben der Gemeinde private Investoren und Unternehmer stärker eingebunden werden. Die sechs Schwerpunkte sind:

Sicherung der Gesundheitsvorsorge durch Erhalt der beiden Allgemeinmediziner, der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis, der Apotheke und der Angebote in Massagepraxen.

Ausbau der grenzüberschreitenden Verbindung des öffentlichen Personennahverkehrs zwischen Diemelsee und Marsberg zur Sicherung des Schulstandortes Adorf und der Nutzung der Gesundheits- und Versorgungsangebote in Adorf. Erfreulich sei die Kreistags-Entscheidung, endlich ein Schulbusangebot für Kinder aus Heddinghausen, Leitmar, Borntosten und Giershagen zur Mittelpunktschule zu schaffen. Dies sei ein erster Schritt. Weitere müssten folgen, um die Landesgrenze nicht als Hindernis zu sehen, sondern als Chance zur Zusammenarbeit in der Region.

Errichtung einer Seniorenresidenz in Adorf. In Volkmarsen, Edertal und Willingen sei dies vorbildlich erreicht worden. Sie würde Diemelseer Senioren ermöglichen, in der eigenen Gemeinde und damit in der Dorfgemeinschaft ihren Lebensabend zu verbringen.

Zum Ausbau des Tourismus müssten vorrangig private Investoren gewonnen werden, die am Diemelsee investieren. Die Übernachtungs- und Besucherzahlen in der Gemeinde ließen sich nur durch private Hotelbetriebe, Pensionen und Campingplätze steigern. Die Gastronomie müsse bei sich für mehr Wachstum sorgen. Dazu sei eine gute Infrastruktur wichtig, die den Fremdenverkehr und Tourismus attraktiver mache. Die FDP trete dabei für eine verstärkte Zusammenarbeit mit Willingen ein, um Besuchern ein reizvolles Gesamtangebot am Diemelsee zu machen.

Die Investitionen der Gemeinde müssten ihre Schwerpunkte darauf setzen, die Infrastruktur für private Investoren attraktiver zu machen und Unternehmen positive Entwicklungen zu ermöglichen. Dies gelte für den Schwerpunkt Landwirtschaft, für das Handwerk und für weitere neue kleine und mittlere Unternehmen, die Arbeitsplätze sicherten und neue schüfen. Der bis jetzt betriebene Aufwand für Gutachten und Entwicklungskonzepte müsse zurückgefahren werden. Die Infrastruktur gelte es zu erhalten, die Mobilfunknetze seien auszubauen. Und ausgewiesene Standorte für Windräder müssten auch genutzt werden.

Die Investitionen in öffentliche Einrichtungen wie ins Flechtdorfer Kloster, das Besucherbergwerk in Adorf oder das Haus des Gastes in Heringhausen müssten stärker mit inhaltlichen Konzepten versehen werden, um sie für die Diemelseer und für Feriengäste und Wochenendurlauber attraktiver zu gestalten. Der FDP-Beigeordnete Heinrich Wetekam forderte, bei der Sanierung des Schwimmbads in Heringhausen sei darauf zu achten, dass die Kosten nicht wie in Korbach und bei anderen öffentlichen Bauten aus „dem Ruder laufen“. (r)

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