Willingen

Rathaus: Neue Fenster, Isolierung, Rampe

- Willingen (bk). Das Konjunkturprogramm macht’s möglich: Die Uplandgemeinde investiert sowohl am Rathaus als auch am Willinger Lagunenbad in Energiesparmaßnahmen.

Die Arbeiten an der Gemeindeverwaltung stehen kurz vor dem Abschluss. Dort wurden in den letzten Wochen neue Fenster, die den aktuellen Wärmeschutzrichtlinien voll entsprechen, eingebaut. Außerdem wurde die Fassade komplett isoliert. Im Eingangsbereich wird eine Rampe gebaut. „Wir werden uns in nächster Zeit verstärkt mit dem Themenbereich der Barrierefreiheit beschäftigen“, erklärte Bürgermeister Thomas Trachte auf Anfrage der Waldeckischen Landeszeitung mit Verweis auf die beiden Senioreneinrichtungen im Ort – das Pflegehotel und das neue Seniorenwohn- und Pflegezentrum am Kurpark, in dem in Kürze die ersten Bewohner einziehen. „Die Gemeinde muss sich auf diese Zielgruppe einstellen.“ Der Mobilitätsbeirat soll in Zukunft bei öffentlichen Bauvorhaben in die Planung mit einbezogen werden, damit die Gemeinde die Belange älterer und behinderter Menschen besser berücksichtigen kann. Der Bürgermeister beziffert die Kosten der Maßnahmen am Rathaus auf 215 000 Euro. Der Bund beteiligt sich daran im Rahmen des Konjunkturprogramms mit einem Zuschuss in Höhe von 108 300 Euro. Das Land Hessen gewährt einen Tilgungszuschuss in Höhe von 36 100 Euro. Für eine zweite Maßnahme wurde jetzt der Auftrag vergeben: Für den Einbau neuer Fenster, die Dacherneuerung und Isolierung im Bereich des therapeutischen Bewegungsbads. Dieses Vorhaben schlägt mit 495 000 Euro zu Buche. Das Land Hessen gewährt ein Darlehen in Höhe von 467 000 Euro und übernimmt fünf Sechstel der Tilgung. Das restliche Sechstel und die Zinsen muss der Willinger Kurbetrieb aufbringen.Die Abdichtung des Dachs erfolgt durch eine schwarze Folie, die zugleich als Photovoltaikanlage dient. Hier wird also in Zukunft Sonnenenergie in Strom umgewandelt, der dann ins Netz eingespeist wird. „Das ist eine energiepolitisch äußerst sinnvolle Maßnahme“, betont Thomas Trachte. Der Willinger Bürgermeister verweist darauf, dass sich die Mehrkosten für die Photovoltaikanlage bereits nach eineinviertel Jahren amortisieren. Mit den Arbeiten soll begonnen werden, sowie es die Witterung erlaubt.

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