456 Teilnehmer auf Schusters Rappen beim Wandertag von hr4 in Dalwigksthal

Im Regenrennen allemal rekordverdächtig / Bildergalerie

Lichtenfels-Dalwigksthal - Den Titel "Wanderort des Jahres" haben die Lichtenfelser Wandersleute am Samstag nicht erobert. Aber bei strömendem Regen zeigten sich immerhin 456 Teilnehmer rutschfest und gut in Form beim Wandertag des Radiosenders von hr4.

1800 Wandersleute auf die Strecke, das war die herausfordernde Aufgabe beim hr4-Wandertag am Samstag in Dalwigksthal. Die Lichtenfelser zeigten sich bestens zu Fuß und als prima Gastgeber, doch der angepeilte neue Rekord im Wettbewerb des Radiosenders war angesichts des Wetters einfach nicht zu knacken. Seit der Nacht regnete es Bindfäden, und die unwirtlichen Bedingungen hielten wohl viele vom fröhlichen Ausflug auf die 12,5 Kilometer lange Strecke rund um Burg Lichtenfels ab. Trotzdem setzte sich am Morgen ein beachtlicher Pulk von 250 Wanderern beim Start am Sandhof in Bewegung. Im Rennen um den hessischen "Wanderort des Jahres" gastierte hr4 damit erstmals auf privatem Gelände. So galt Familie Wecker ein besonderer Dank, die die Wiese vorm Dalwigksthaler Gutshof zur Verfügung gestellt hatte. Bis zum Nachmittag sorgten das Radioteam um Moderator Carsten Gohlke und viele heimische Vereine mit Musik, Interviews, Information und Verpflegung trotz des Regens für gute Laune. Viermal schaltete hr4 live aus Dalwigksthal auf den Sender – darunter auch von einer der vier Stempelstationen unterwegs. Die schnellsten Wanderer brauchten weniger als zwei Stunden für die 12,5 Kilometer, doch auf hohes Tempo kam es am Samstag gar nicht an. Gefragt war, bis 15 Uhr möglichst viele auf die Strecke und zurück ins Ziel zu bewegen. Um 15.45 Uhr kam dann der spannende Moment, als der hr4-Veranstaltungschef Tobias Hagen zusammen mit dem Lichtenfelser Bürgermeister Uwe Steuber und der Schlagersängerin Sylvia Martens das Ergebnis verkündete: Insgesamt 456 Wandersleute hatten die Tour bewältigt – ob fünf Jahre jung oder über 70 Jahre alt. Für das malerische Dorf Dalwigksthal mit seinen rund 180 Einwohnern war das eine sehr gute Leistung, auch wenn es am Ende eben nicht für einen Spitzenplatz unter den Wanderorten reicht. Immerhin bleibt den Lichtenfelser der Trost der heimlichen Sieger: "Stellen Sie sich vor, wir hätten auch noch gutes Wetter gehabt", meinte Rathauschef Uwe Steuber frohgemut. (Jörg Kleine)

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