Reinschnuppern und fürs Leben lernen

Korbach - Während ihres Freiwilligen Sozialen Jahres haben Jessica Wiesner, Jessica Stone und Celine Grekos die Arbeit und das Leben im Seniorenheim kennengelernt. Die Freiwilligen berichteten über ihre Erfahrungen und weitere beruflichen Planungen.

Was will ich und was kann ich? Diese Frage stellen sich viele junge Menschen nach Ende der Schulzeit. Um sich über die eigenen Stärken und Interessen klar zu werden, haben Jessica Wiesner, Jessica Stone und Celine Grekos die Zeit für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Korbacher Wohnpark am Südwall genutzt. Mit vielen verschiedenen Aufgaben betraut, konnten die drei Freiwilligen alle Seiten des Pflegeberufes austesten. Dabei erwies es sich als Vorteil, dass die Einrichtung mit 85 Apartments im betreuten Wohnen auch über 43 Plätze im Pflegewohnheim verfügt. So konnten sie je nach Dienstplan in Früh- und Spätschichten einen Einblick in zwei verschiedene Arbeitsfelder des Pflegeberufes erhalten. Jessica Wiesner berichtete von ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr: „Ich habe mich schnell an die Leute gewöhnt und es hat Spaß gemacht, sich mit den Senioren zu beschäftigen. Das Jahr hat durchaus mein Interesse an einem solchen Beruf geweckt und mir insgesamt gut gefallen.“ Gerhard Brückmann, Geschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes Korbach, erklärte, dass ein FSJ auch im Hinblick auf die sechs zu vergebenden Ausbildungsplätze immer von Vorteil sei: „Potenzielle Azubis müssen sich mit der Thematik beschäftigen und sich der körperlichen und psychischen Belastung bewusst sein.“ Mit einer Helfervergütung von rund 330 Euro im Monat und der Rückerstattung von Fahrtkosten ist der finanzielle Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres für die Teilnehmer ebenfalls attraktiv. „Ein FSJ ist eine richtig gute Möglichkeit sich auszutesten und herauszufinden, was einen interessiert“, berichtete Jessica Stone über ihr Jahr. Sie habe sich für eine Ausbildung zur Krankenschwester entschieden, da sie gemerkt habe, dass ihr die Arbeit mit Menschen viel Spaß macht, erzählte sie über ihre Zukunftspläne. Jedes Jahr bietet das Deutsche Rote Kreuz Korbach jungen Menschen die Chance, sich in Ruhe über die eigenen Ziele klar zu werden und vergibt neun bis zehn Plätze für ein Freiwilliges Soziales Jahr. Doch auch hier macht sich der demografische Wandel bemerkbar: So sind von den jährlich fünf Plätzen in der Einrichtung am Südwall bisher nur zwei Stellen besetzt. Bei einem FSJ, so erklärte Gerhard Brückmann, handele es sich um eine Dreiecksverbindung zwischen dem Träger Volunta, einer Einrichtung des DRK als Standort und dem Freiwilligen als Arbeitskraft.Jugendliche, die sich für ein Freiwilliges Soziales beziehungsweise Ökologisches Jahr oder ein „FSJ Kultur“ interessieren, können sich über www.volunta.de oder die Telefonnummer 0611/95249000 informieren und bewerben. Von Tobias Schreiber

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