450 Zuhörer lassen sich verzaubern beim Frühjahrskonzert des Musikvereins

Rhenaer ziehen alle Register

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Hat seine Musiker gut im Griff: Dirigent Jürgen Klingelhöfer.

Korbach - Rhena - Harmonisch, klangvoll, begeisternd: Der Musikverein Rhena lud einmal mehr zum traditionellen Frühjahrskonzert in die Goddelsberghalle.

Rund 450 Besucher ließen sich verzaubern von einer bunten Mischung aus deutschen Liedern, weltbekannten Songs, Filmmelodien, Märschen, Polkas und aktuellen Charthits.

Den Anfang des Konzertnachmittags gestaltete die Jugendgruppe mit Adeles „Rolling in the deep“, dem Beatles-Klassiker „Hey Jude“ und den schönsten Melodien aus dem Musical „Der König der Löwen“. Gemeinsam mit dem Stammorchester präsentierten die Rhenaer Nachwuchskünstler „John Williams Adventures“ mit den Filmmelodien aus „Star Wars“, „Jurassic Park“ oder „E.T.“.

Auf eine musikalische Deutschlandreise nahmen danach Dirigent Jürgen Klingelhöfer und seine Rhenaer Musikanten die Zuhörer mit. Pompös, als klassischer Marsch zum Beginn eines Großen Zapfenstreiches gern gespielt, erklang der „Yorksche Marsch“. Erster Vorsitzender Frank Oschmann hatte es sich am Tenorhorn zur Aufgabe gemacht, mit der „Konzert-Polka“ als Solo die Zuhörer zu begeistern.

Ob „Frauen regier’n die Welt“, „Zieh die Schuhe aus“ oder „Die Liste“ – das Swingmedley von Roger Cicero verlangte den Musikern in der intensiv vorangegangenen Probenarbeit viel ab. Umso mehr freute es das 45 Mann starke Orchester, wie sehr sich diese Arbeit auszahlte. Matthias Raabe begleitete mit Gesang, während Michael Kuhaupt am Bariton-Saxofon und Otto Rauch am Alt-Saxofon an den Solistellen glänzten.

Dazu Moderator Florian Kraft, der auf gewohnt humorvolle, teils bissige, aber immer liebenswerte Weise einige Musiker auf ihre Schwächen hinwies, mit Witz die Spielpausen füllte, mutmaßte, dass sich der Dorfmetzger auch um einen Nebenjob bewarb: Denn Olli Spandehra ging in Uniform zurück in die Zeit der Weimarer Zeit und marschierte zu „Adieu, mein kleiner Gardeoffizier“ durch die Reihen.

Dirigent Jürgen Klingelhöfer sang den Refrain, das Publikum winkte mit Taschentüchern dem „Offizier“ zum Abschied. Mit einem fulminanten „Des großen Kurfürsten Reitermarsch“ endete der erste Teil, bei dem Lucas Schulze, Louis Behle, Jan Schulze, Jörg Klein-Göbel, Heiner Schweitzer und Oliver Grötecke die Fanfaren bliesen.

Mit dem Choral „Nun danket alle Gott“ stimmten die Rhenaer mit ihren verschiedenen Klangwelten aus Holz und Blech sowie der Oberstimme, als Solo gespielt von Tobias Saure, auf den zweiten Teil ein. Ob topaktuell mit „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen oder den Udo-Jürgens-Hits „17 Jahr, blondes Haar“, „Griechischer Wein“ und „Das ehrenwerte Haus“ und Ohrwürmern der „Augsburger Puppenkiste“:

Die Rhenaer boten einen Querschnitt der schönsten deutschen Melodien. Zu „Kein schöner Land“ und der „Ode an die Freude“ kam das Publikum der Aufforderung zum Mitsingen gern nach. Doch ohne eine Zugabe mit dem Vereinsmarsch „In die weite Welt“ kamen die Musiker nicht von der Bühne. „Einen haben wir noch“, lachte Jürgen Klingelhöfer, und entließ mit der böhmischen Polka „Wir Musikanten“ die Zuhörer in die Abendstunden. Den nächsten Auftritt haben die Rhenaer beim Großen Zapfenstreich zum Korbacher Freischießen am 13. Juni.(r)

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