Ski-Club feiert am Mühlenkopf mit vielen Gästen aus Sport, Politik und Wirtschaft

Richtfest am Kampfrichterturm

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Willingen - Der neue Kampfrichterturm in Willingen nimmt Formen an – gestern hat der Ski-Club Richtfest an der Mühlenkopfschanze gefeiert.

<!-- span.deletedtext { background-color: red; background-attachment: scroll; background-repeat: repeat } span.embeddedtag { background-color: yellow; background-attachment: scroll; background-repeat: repeat } span.note { background-color: lime; background-attachment: scroll; background-repeat: repeat } --> An der Seilwinde des Baukrans schwebte der mit bunten Bändern und Tannenzweigen geflochtene Richtkranz über die Köpfe der vielen Gäste aus Sport, Wirtschaft und Politik, mit denen der Ski-Club gestern Richtfest am Mühlenkopf feierte. Tina Klingelhöfer von der Stahlhochbaufirma Christmann & Pfeifer (C+P) ließ in ihrem Richtspruch Bauherren, Architekten und alle am Bau Beteiligten hochleben, bevor sie das geleerte Schnapsglas nach alter Handwerkstradition zu Boden warf. Die Rohbau- und Stahlbauarbeiten am neuen Kampfrichterturm sind damit abgeschlossen, die vorbereitenden Arbeiten für den Innenausbau und die Fassade haben bereits begonnen. Bis Mitte Oktober sollen auch alle anderen wesentlichen Arbeiten an dem Turm beendet sein, wie Architekt Burkhard Pahl (Darmstadt) gestern erläuterte. Filigran mit Lärchenholz Noch verschwindet die Stahlkonstruktion hinter einem Baugerüst. „Der Turm wird viel filigraner aussehen, wenn das Gerüst weg ist“, sagte Pahl. Zwei Ebenen für Sprungrichter und Weitenmessung plus Dachterrasse entstehen derzeit, die Fassade soll mit Lärchenholz verkleidet werden. „Eine Herausforderung ist es, den Turm in den Steilhang zu bauen“, erklärte der Architekt. Anker, acht Meter tief in den Mühlenkopf gesetzt, stabilisieren das Bauwerk. „Mit dem Kampfrichterturm ist das Ensemble am Mühlenkopf perfekt“, erläuterte Pahl. Das Darmstädter Büro hatte bereits vor 13 Jahren den Umbau der Ende 2000 fertiggestellten Großschanze geplant. Damals wurden rund fünf Millionen Euro (zehn Millionen Mark) investiert. „Wir erfüllen mit dem neuen Kampfrichterturm die Forderungen der Fis“, so Pahl. Der Internationale Skiverband hatte den Neubau gefordert, um Willingen auch in Zukunft als Austragungsort im Weltcup-Kalender der Skispringer behalten zu können. Die alte, mittlerweile abgerissene Holzkonstruktion hatte die aktuellen Standards nicht mehr erfüllt. Viele Spender gefunden Neben dem Kampfrichterturm entsteht eine fest installierte Flutlichtanlage am Mühlenkopf. Die Kosten für beide Projekte belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro. 1,4 Millionen Euro stellt das Land Hessen bereit, der Landkreis und die Gemeinde steuern jeweils 200 000 Euro zu dem Großprojekt bei. Über die Spendenaktion „Bausteine für die Mühlenkopfschanze“, bei der ein sechsstelliger Betrag zusammengekommen ist, beteiligen sich außerdem viele Privatpersonen und Firmen an der Finanzierung. Baufortschritt via WebcamBeim nächsten Weltcup-Skispringen, das vom 31. Januar bis 2. Februar 2014 im Upland über die Bühne gehen wird, werden der moderne Kampfrichterturm und die fest installierte Flutlichtanlage offiziell in Betrieb genommen. Der Baufortschritt am Mühlenkopf kann übrigens rund um die Uhr über eine Webcam beobachtet werden: Sie ist auf der Internetseite des Ski-Clubs Willingen unter www.weltcup-willingen.de zu finden.(lb)

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