WLZ-FZ-Expertentelefon am Mittwoch: Experten Dr. Hubert Bölkow und Guido Hoffmann geben Rat

Rückenschmerzen zu Leibe rücken

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Die Rücken-Experten Chefarzt Dr. Hubert Bölkow und Neurochirurg Guido Hoffmann stehen den Fragen der WLZ-FZ-Leser am Mittwoch gern Rede und Antwort.

Korbach - Fast jeder kennt sie und hat sie mindestens einmal im Leben gehabt: Rückenschmerzen. Sie sind Thema am WLZ-FZ-Expertentelefon. Der direkte Draht zum Mediziner ist am Mittwoch von 15 bis 16 Uhr für unsere Leser geschaltet.

Rückenschmerzen gehören mittlerweile in den Industrienationen zu einer der größten Volkskrankheiten überhaupt. Chefarzt Dr. Hubert Bölkow und der Neurochirurg Guido Hoffmann vom Korbacher Stadtkrankenhaus beantworten am kommenden Mittwoch am WLZ-FZ-Experten-Telefon die Fragen der Leser.

Die Schmerzen können dabei vielfältige Ursachen haben und werden daher auch auf unterschiedlichste Weise behandelt. Ausgangspunkt jeder Therapie sollte eine gründliche diagnostische Abklärung sein. Die allermeisten Rückenschmerzen haben eine harmlose Ursache. Doch vor allem therapieresistente Rückenschmerzen können auch ernstere Gründe haben.

Wenn es irgend möglich ist, sollte der Patient konservativ therapiert werden. Die beste Möglichkeit, Rückenschmerzen vorzubeugen oder zu therapieren ist angemessene Bewegung. Vermieden werden sollten lange Bettruhen. Die gezielte sportliche Belastung sorgt für bessere Muskelverhältnisse und Beweglichkeit und starke Muskeln wirken wie ein natürliches Stützkorsett: Sie entlasten die gesamte Wirbelsäule deutlich. Es ist daher sinnvoll, die Sportgewohnheiten zu überdenken, um fit zu werden - dem individuellen Leistungsniveau entsprechend sollte durch richtiges und dauerhaftes Rückentraining die Rückenmuskulatur gestärkt werden.

Auch der Besuch einer „Rückenschule“ ist sinnvoll: Da wird besonderes Augenmerk auf die verschiedenen Belastungssituationen gelegt, um zu erreichen, dass der Patient seine Körperhaltung bewusst korrigiert - erlernt werden zum Beispiel Techniken zur Entlastung der Wirbelsäule. Da es schwierig sein kann, gerade in akuten Schmerzphasen sich zur Bewegung anzutreiben, ist es sinnvoll, zum Start ein wirksames Schmerzmedikament zu verabreichen.

So viel also kann der Patient in Absprache mit Ärzten und Therapeuten selbst tun, um wieder beschwerdefrei zu werden. Schließlich: „Es wird nur dann operiert, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind“, unterstreicht Dr. Hubert Bölkow.

Das ist meistens dann der Fall, wenn es zum Beispiel an der Halswirbelsäule zu Bewegungseinschränkungen mit Sensibilitätsstörungen bis hin zu Lähmungen kommt, bei Einengungen des Nervenkanals oder wenn Verschleißerscheinungen für chronische Schmerzen sorgen, erklärt Dr. Bölkow. Auch wenn es bei zunehmendem Alter und Osteoporose zu spontanen Brüchen kommt, wird eine Operation nötig. Unter Umständen wird dann die Wirbelsäule mit Zement stabilisiert oder es werden Implantate eingesetzt, die es dem Patienten erlauben, sich bald wieder beschwerdefrei zu bewegen.

Den Leserinnen und Lesern der WLZ-FZ bietet das Korbacher Stadtkrankenhaus am Mittwoch, 17. April, die Möglichkeit, über das Lesertelefon Fragen an seine Experten rund um das Thema Rückengesundheit zu stellen: Chef-Chirurg Dr. Hubert Bölkow und Neurochirurg Guido Hoffmann stehen von 15 bis 16 Uhr unter den Rufnummern 05631/560-271 und -272 für Fragen zur Verfügung.

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