Jährlich zehn Bestattungen auf Tierfriedhof Goldhausen

Ruhestätte für Vierbeiner

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Der Tierfriedhof Goldhausen bietet Raum, um verstorbenen Vierbeinern zu gedenken. Foto: Figge

Korbach-Goldhausen - Wer seinen Vierbeiner nicht im Garten begraben möchte oder gar in die Tierkörperverwertung geben will, hat mit dem Tierfriedhof Goldhausen eine Alternative.

Kreuze, Kerzen und Heidekraut schmücken die Gräber auf dem Rasenstück vor Goldhausen, auf dem Menschen ihre treuen Gefährten bestattet haben. Dackelstatuen, Fotos von Bernhardinern mit großen Augen und Katzenbilder: Verzierte Grabsteine verraten, wer am Fuß des Eisenbergs die letzte Ruhe gefunden hat.

Seit acht Jahren betreibt Eckard Kuhnhenn mit seinem Sohn Gerhard den ersten Tierfriedhof im Landkreis. Mehr als 80 Tiere wurden in dieser Zeit bestattet, die meisten davon Hunde. Aber auch Katzen und Hasen finden ihre letzte Ruhe auf dem abgeschirmten Areal. Je nach Größe des Tiers kostet die Beerdigung zwischen 180 und 240 Euro.

Inbegriffen sind die Pacht für die Mindestlaufzeit von drei Jahren und die Arbeiten von Abholung bis Grabaushebung. Die Abnahme dieser Arbeiten sieht Gerhard Kuhnhenn als Vorteil gegenüber der Bestattung im Garten - die in Wasserschutzgebieten ohnehin nicht erlaubt sei. Auch als Alternative zur Tierkörperverwertung ist der Friedhof gedacht.

Die Grabgestaltung bleibt den Kunden selber überlassen, manche lassen es schlicht: „Eine Kundin wollte nur wissen, dass ihr Tier an einem guten Platz liegt“, sagt Gerhard Kuhnhenn über ein unauffälliges Stück Rasen. Abschied bei der Beisetzung nehmen aber die meisten.

Platz bietet der Tierfriedhof für gut 200 Gräber. Auch wenn die ersten davon mittlerweile schon wieder Rasenflächen sind, bleiben sie wohl ungestört: „Mein Vater sagt, er möchte an den Stellen der alten Gräber keine neuen ausheben“, erklärt Gerhard Kuhnhenn.(wf)

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