Korbach

Ruhig Blut beim Hessentag

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- Korbach (jk).Die Spekulation über einen Hessentag 2013 sorgt für Begeisterung bei vielen Korbachern. Auf politischer Ebene ist das in den Herzen kaum anders – aber zwischen den Zeilen schwingen auch Taktik und Wahlen.

Der Hessentag 1997 brachte über 700 000 Besucher nach Korbach und sorgte weithin für strahlende Gesichter – ob feiernde Korbacher oder Politiker jeglicher Couleur. So wurde aus dem Landesfest 1997 schon ein Jahr darauf das Altstadt-Kulturfest geboren, das der Volksmund schnell liebevoll als „kleinen Hessentag“ taufte. Keine Frage: Das Wort „Hessentag“ hat in Korbach bis heute eine magische Kraft bewahrt. Ganz anders als in Alsfeld oder neuerdings Vellmar, die sich zuletzt vor allem aus finanziellen Gründen als Gastgeberstädte zurückgezogen haben. Es herrschte Furcht vor millionenschweren Defiziten.

Korbachs Zuschüsse 1997 waren indes sehr moderat – auch weil sich die Kreisstadt in der Organisation als höchst professionell und diszipliniert erwies. Dass Korbach selbst im Sprinttempo bis 2013 einen Hessentag auf die Beine stellt, das traut sich die Stadt ganz selbstbewusst zu. Offenbar gilt das auch für die Staatskanzlei in Wiesbaden, wo Hessentagsorganisator Heinrich Kaletsch seit 1997 in höchsten Tönen schwärmt – ob Organisation oder Begeisterung der Menschen.

Doch nicht mal Spesen sind bisher gewesen: Der Hessentag 2013 ist für Korbach wie für Bad Wildungen als mögliche nordhessische Alternativen bis dato nur ein Gedankenspiel. Hektik kam eher durch urplötzliches mediales Interesse in Radio und Fernsehen in die Sache. Denn die Rundfunkleute befragten vorsichtshalber schon mal Menschen in der Korbacher Fußgängerzone und den Bürgermeister im Rathaus.

Dass Klaus Friedrich einen Hessentag für Korbach nicht im Handumdrehen ablehnt, ist sonnenklar. Womöglich bietet er ja ungeahnte Chancen für die Kreisstadt, eröffnet vielleicht den ersehnten Rathausumbau. Konkret gibt es aber noch gar kein Feld, das sich fruchtbar beackern ließe.

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